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Buchbesprechung Ratgeber

Silicon Germany

Nachdem ich schon Silicon Valley gelesen hatte, habe ich nun den Nachfolger Silicon Germany von Christoph Keese durchgelesen. Erschienen ist das Buch im Knaus Verlag. Unter anderem soll die Frage beantwortet werden, ob sich Silicon Germany überhaupt noch lohnt, wenn man schon Silicon Valley gelesen hat.

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Silicon Valley – Christoph Keese

Das Buch Silicon Valley – Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zu kommt von Christoph Keese sorgte für einiges Aufsehen in der deutschen digitalen Landschaft. Es basiert vorwiegend auf seinen eigenen Erfahrungen, da er für Axel Springer 2013 ein halbes Jahr in Palo Alto war. Dieser Buchbesprechung liegt die Audible-Version als Hörbuch zugrunde, weswegen es zu einigen Abweichungen zur gebundenen Ausgaben kommen kann. Auch hat dieser Artikel nichts mit der Fernsehserie Silicon Valley zu tun, die zwar sehr sehenswert ist, aber das Geschehen des Valleys zu überspitzt darstellt.

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Der Feind in meinem Büro

Ein Fünftel aller Angestellten hasst ihren Chef und 80% mögen ihn nicht. Bei diesen Zahlen war klar, dass mir der Lesestoff auf den Leib geschneidert ist. Vielleicht kann mir das Buch den einen oder anderen Tipp zur Steigerung der Produktivität oder zur Mitarbeitermotivation geben, vielleicht das Betriebsklima verbessern und so letztendlich das Betriebsklima verbessern. Das Ziel ist aber trotzdem noch Geld zu verdienen und nicht ein Happykinderland für Mitarbeiter zu erschaffen. Der Feind in meinem Büro ist ein Buch dessen Titel mich sehr gespannt auf den Inhalt sein ließ.

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Die 4-Stunden Woche

Gerade habe ich das Buch „Die 4-Stunden Woche – mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben“ aus den Händen gelegt und mit diesen ganz frischen Eindrücken liegt nichts näher, wie eine kleine Buchbesprechung zu schreiben. Das Buch wurde von Timothy Ferriss geschrieben, der sein Geld vor allem mit Brainquicken machte und für seinen äußerst ungewöhnlichen Lebensstil bekannt ist. Ob dieser Ratgeber nun die große pure Weisheit verkündet soll dieser Artikel klären, ebenso ob sich die Lektüre lohnt.

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How to get Gelassenheit

Direkt zum Erscheinungstermin durfte ich „How to get Gelassenheit“ direkt vom Verlag lesen (2. Auflage). Der Autor Patrick Lynen zeigt auf 190 Seiten, wie man etwas ruhiger durchs Leben kommt. Der Titel sprach mich direkt an und mit dem Wissen, dass ich in gewissen Situationen gerne mal meine ruhige Art verlieren kann, passte es perfekt in die Lesezeit. Zudem lag ich durch eine kleine OP während der Lektüre einige Tage im Krankenhaus. Hier ist für Patienten Geduld und Ruhe gefragt, folglich die perfekte Umgebung um die Tipps aus dem Buch anzuwenden.

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Investmentpunk

Ich durfte kürzlich Investmentpunk – Warum ihr schuftet und wir reich werden von Gerald Hörhan lesen. Ein Investmentbanker spricht Tacheles und zeigt den Arbeitern in der Tretmühle, dass sie sich wahrscheinlich für den falschen Weg entschieden haben. Dabei wird mit Systemkritik nicht gespart und es gibt auch direkte Beispiele Herr Hörhans aus seinem eigenen Investitionsgebaren.

Investmentpunk Inhalt

Die ersten Kapitel erzählen zunächst die Geschichte, warum der Beruf des Unternehmers, bzw. des Bankers und insbesondere des Investmentbankers einen so schlechten Ruf besitzt. Hinzu liest man blumige Erklärungen, warum dem eigentlich gar nicht so ist und weswegen die Kritiker im Grunde nichts richtig machen. Zumindest in Bezug auf Geld. Das Fahrzeug des Autors, ein Aston Martin findet dabei häufiger Erwähnung.

Im weiteren Verlauf des Ratgebers werden konkrete Invests unter die Lupe genommen und spielerisch deren Story erzählt. Zeitgleich werden alle Anschaffungen unter die Lupe genommen und Alternativen aufgezählt. Ebenso kritisch wird die Anschaffung eines Eigenheims für Arbeitnehmer analysiert und ein alternatives Immobilieninvest aufgezeigt.

Finanzgeschäfte und Finanzprodukte stehen nicht im Mittelpunkt, bekommen aber durch einfache Regeln eine gewisse Überschaubarkeit. Dafür werden am Ende des Buchs direkte Handlungsanweisungen ausgegeben, die eine finanziell freiheitliche Zukunft garantieren soll, nicht ohne dabei auf reichlich persönliche Geschichten zu verweisen.

Buchkritik Investmentpunk

Ich gebe zu, ich wurde von einem Freund zur Lektüre gezwungen, aber ein Punker als Investmentbanker ist auch so verlockend.  Die ersten Kapitel sind mir ein wenig zu hart, aber wahrscheinlich bin ich auch nicht das Zielpublikum. Vielleicht muss der normale Arbeiter im Hamsterrad zunächst aufgerüttelt werden, damit er auch ganz sicher erkennt, dass er eigentlich ein scheiß Leben hat.

Der Mittelteil, in dem Invests behandelt werden, war dagegen schon sehr spannend,  kann aber auf ein paar Kernthesen gekürzt werden.

  • Immobilieninvests laufen werden mit 20% Eigenkapitalanteil + NK gemacht. Der Rest ist fremdfinanziert über die Bank und die Fremdfinanzierung muss durch die Miteinnahmen gedeckt sein. Zudem sexy Citylage, 1 – 3 Zimmer und Rendite mindestens bei 5%.
  • Geld wird nur gegen direkte Sicherheit verliehen und das Darlehen überschreitet nicht 70% des Sicherheitswerts.
  • Ausstehende Gelder werden gnadenlos, direkt und persönlich eingetrieben.
  • Gut gebraucht ist immer besser, als sauteuer und neu.
  • Finanzanlagen, die man nicht komplett versteht, macht man nicht.
  • Finanzanlagen haben auch mindestens 5% zu bringen.
  • Hat man einen Anlagenplan gefunden, wird er stur durchgezogen, ganz unter dem Motto: Wenn es einmal läuft, dann auch zweimal.
  • Lerne, damit man noch mehr Geld verdient.
  • Gib kein Geld für Frauen und Autos aus. Das sind keine Vermögenswerte, sondern Kostenfaktoren.

Im Endeffekt sind das solide Investment-Tipps, die auch jeder für sich anwenden kann. Leider wird nicht gesagt, wo man solche Investments findet, aber dies liegt wahrscheinlich auch an der aktuellen Finanzlage. Zudem darf man nicht vergessen, dass Investmentpunk schon 2011 erschien und da war die Welt noch einigermaßen in Ordnung. Für mich persönlich konnte ich dem Buch entnehmen, dass meine Anlagestrategie durchaus erfolgreich ist und fühle mich auf meinem Weg bestätigt.

Am Ende des Buchs wird den Lesern, bzw normalen Arbeitnehmern noch einmal kräftig ins Gewissen geredet. Die Schuld wird hierbei komplett abgewälzt, teilweise auf das System, teilweise auf die Leute, die es eben mit sich machen lassen. An dieser Stelle fehlt allerdings der Hinweis, dass es durchaus wichtige Jobs im Arbeitnehmerverhältnis gibt, die für die Gesellschaft unbedingt nötig sind. Ich hätte keine Lust in einer Welt zu leben, in der es schwierig ist Müllmänner, Krankenschwestern, Ärzte, Lehrer, Polizisten, usw. als selbstständige Unternehmer zu sehen. Sicherlich ist die Systemkritik durchaus berechtigt und gerade im Bezug auf das Bildungssystem trifft sie voll ins Schwarze.  Man wird in der Schule nicht zum Unternehmer ausgebildet und auch in der Universität wird man kaum irgendwelche relevanten Informationen bekommen. Das Unternehmertum muss man erlernen und sich trauen, ansonsten sollte man einen anderen Weg einschlagen und versuchen mit diesem möglichst glücklich zu werden.

Übrigens halte ich es für eine sehr smarte Marketingtaktik, sich als etwas außenstehender Invest-Punk darzustellen, der das System mit seinen eigenen Mitteln schlägt. Das macht Eindruck und das verleitet jedem Gedanken unkritisch zu folgen. Letztendlich muss man aber seinen eigenen Kopf einschalten und seinen eigenen Weg finden.

Fazit Investmentpunk

Kurzweilig, für die Zielgruppe informativ und aufrüttelnd. Für Unternehmer und Investoren geht das Buch nicht genug in die Tiefe, ist aber trotzdem unterhaltsam.  Sollte Gerald Hörhan in der Nähe einen Vortrag halten, werde ich ihn sicher besuchen und mir ein eigenes Bild von der Person machen. Menschen, die mir ihrem Job und ihrem Leben unzufrieden sind, werden einige Denkanstöße aus dem Ratgeber ziehen können und so sollte es letztendlich auch sein.

Zugrunde liegende Ausgabe:

Investmentpunk – warum ihr schuftet und wir reich werden | Gerald Hörhan
Taschenbuch:192 Seiten Kategorie: Ratgeber
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548373844
ISBN-13: 978-3548373843