the death 1 - quarantäne Buchbesprechung und Erfahrungen

The Death 1 – Quarantäne

In diesem Beitrag findest zu The Death 1 – Quarantäne meine Buchbesprechung und eigene Erfahrungen, sowie eine Inhaltsangabe zum Werk von John W Vance. Es handelt sich um den ersten Band eines dreiteiligen Endzeitthrillers, über den ich durch Zufall stolperte.

Über das Buch

Ich selbst hörte die Audible-Ausgabe mit einer Spielzeit von Stunden und 30 Minuten, gesprochen von Steffen Rössler und erschienen am 17.05.2022. Das eigentliche Buch erschien in der deutschen Version gegen ende April 2020 im Luzifer-Verlag und umfasst 280 Seiten. Angepriesen wird die Reihe als US-Bestseller, worauf ich aber später noch zu sprechen komme. Das englische Original erschien 2014.

Inhalt The Death 1 – Quarantäne

Die Welt wird von einem neuartigen Virus mit einer letalen Wirkung von 90% überzogen. Ein Asteroid stürzt auf die Erde und kurze Zeit später bricht die Krankheit aus. 180 Tage später begleiten wir Devin Chase und Lori Roberts auf ihren Wegen durch die neue Welt an ganz unterschiedlichen Orten, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Während Devin sich nach 6 Monaten Isolation wieder in die Welt hinaus traut, hat sich Lori mit ihrer Familie an die Katastrophenschutzbehörde gewandt.

Buchbesprechung und Erfahrungen

In der Einführung bekommt man als Leser direkt den Asteroiden präsentiert und ich hoffte zu diesem Zeitpunkt noch auf ein paar Zombies. Die Story wirkt an dieser Stelle aber schon recht bekannt, denn schon in die Nacht der lebenden Toten war es die heimkehrende Sonde von der Venus. Auch die Heimkehr mittels Flugzeug und der Krankheitsausbruch erschienen mir sehr vertraut.

Der nächste Schnitt erfolgte zu Devin in der Scheune und seinen 6 Monaten in Isolation. Grundsätzlich hatte ich da für The Death 1 – Quarantäne vielleicht noch ein wenig die Hoffnung auf ein Survival in Richtung der Tagebücher der Apokalypse. Die Hoffnung starb allerdings recht schnell, als der Hauptcharakter auf Tess traf und ich in den Genuss von Logikfehlern und hölzerner Kommentare kam. Mag man anfänglich noch darüber hinweg schauen, so nehmen die Logikfehler aber im Verlauf des Buchs deutlich zu und erschüttern leider auch die gesamte Hintergrundgeschichte. Zudem scheint alles sehr vorhersehbar, die Charaktere sind flach und irgendwie einen richtigen Plottwist konnte ich auch nicht entdecken.

Spoileralarm

Wer sich nicht spoilern lassen möchte, sollte hier nicht weiterlesen. Dieser Abschnitt enthält direkte Infos aus The Death 1 – Quarantäne.

Da handelt es sich laut Buch um eine riesige Verschwörung, bei der aber monatlich ein Gegengift genommen werden muss. Wer wäre so bekloppt, das gezielt auszusetzen? Und das über eine Verschwörung hinweg, die den ganzen nordamerikanischen Kontinent umfasst. Außerdem wird überhaupt nicht erklärt, warum die Gesellschaft zusammenbrechen sollte und plötzlich Kannibalen herumrennen. Wenn es eine Dezimierung um 90% gab, dann stehen den Überlebenden zehnfach so viele Ressourcen zur Verfügung. Wo soll denn der Mangel sein, der die Leute zu diesen Mad-Max-Methoden zwingen soll? Die einen fangen urplötzlich an Menschenfleisch zu essen und der Leser fragt sich warum. Zwar soll es auch 90% der Tiere erwischt haben, aber es gibt ja auch entsprechend wenig Esser. Außerdem passiert das in einer von Landwirtschaft geprägten Gegend, da sich irgendwie gefühlt 30% des Buchs direkt in Maisfeldern abspielen. Warum man da auf die Idee kommt, „oh der Nachbar sieht aber lecker aus…“, wenn man auf Übermengen von Mais hockt, erschließt sich mir nicht.

Die Geschichte ist nicht gut

Die ganze Story stinkt zum Himmel und verdarb mir wirklich den Spaß am Buch. Und dann wird ständig jemand angeschossen und selbst mit einer Sepsis ist man nach ein zwei, drei Tagen wieder auf den Beinen und voll im Einsatz. Und auch die anderen Zwischenhandlungen zeigen einen Logikfehler nach dem anderen auf.

Für alles und jeden haben die Verschwörer einen Plan! 90% aller Gebäude stehen jetzt zwangsläufig leer, aber nein, es muss ja irgendwo auf Krampf aus einem Lager eine Architektin für den Bau & Planung einer neuen Hauptstadt gefunden werden. Und als wäre das nicht schon stupide genug, braucht man das auch noch mehrfach, da man sein erstes Planungsteam einfach so durch die Prärie mit Plünderern und Kannibalen zur Inspiration und Erkundung ausflog.

The Death 1 – Quarantäne Fazit

Die Leselust nimmt mit jeder Minute des Hörbuchs ab. Ich möchte sogar sagen, dass ich von The Death 1 – Quarantäne wirklich enttäuscht bin. Am Ende war ich nur froh, dass es endlich vorbei war. Ich kann und möchte für dieses Buch keine Leseempfehlung geben.

Wer gerne dystopisch, post-apokalyptische Bücher liest, der findet hier auf der Seite mehr als genug Auswahl von wirklich tollen Büchern. Leider gehört dieses Werk aus meiner eigenen Überzeugung nicht dazu.

Ich wurde an keiner Stelle des Buchs überrascht, ich konnte mich nicht in die Charaktere hineinversetzen und keine der Handlungen war nachvollziehbar. Selbstverständlich ist jeder dazu eingeladen, sich seine eigene Meinung zu bilden, aber für mich war es einfach kein gutes Buch.


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