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Tagebuch der Apokalypse 4

Das Tagebuch der Apokalypse 4 ist der bisher letzte Band der Zombie-Serie von J L Bourne. In diesem Beitrag gibt es unter anderem eine kurze Zusammenfassung der Geschichte und die dazugehörige Buchkritik. Als Vorlage dient die Audible-Version als Hörbuch. Die deutsche Erstausgabe erschien beim Heyne-Verlag 2017, umfasste 416 Seiten und wurden aus dem Englischen übersetzt von Wally Anker. Die ISBN lautet 978-3-453-31840-3.

Tagebuch der Apykalypse 4 Inhalt und Zusammenfassung

Kilroy ist mit seiner Familie und den anderen Überlebenden mittlerweile auf einer sicheren Insel angekommen, die sich gut verteidigen lässt und eine gewisse Sicherheit bietet. Wasser, Strom, Nahrung und eine gewisse Sicherheit sind vorhanden und eigentlich könnte man sich mit der Situation der Zombie-Apokalyse arrangieren. Zwar verwandeln sich die Menschen immer noch in Zombies sobald sie sterben, aber mit Türen aus Metall und umfunktionierten Hundekäfigen als Babybetten ist auch diese Gefahr überschaubar. Für unseren ehemaligen Marineflieger ist dieses Leben aber nicht unbedint das, was er sich versprochen hat.

Auf einem seiner Angelausflüge mit John empfängt er einen Funkspruch dem er unbedingt nachgehen möchte. Einige Zeit später macht er sich alleine auf den Weg ins radioaktiv verseuchte Zombieland.

Schließlich trifft er auf die Kampfgruppe Phoenix, die angeblich ein Heilmittel gegen die Seuche gefunden haben will. Entschlossen macht er sich alleine auf den Weg nach Atlanta um der Sache auf den Grund zu gehen.

Tagebuch der Apokalypse 4 – Kritik

Eigentlich hatte ich mit der Reihe schon nach dem dritten Teil abgeschlossen und schon gar nicht mehr daran gedacht. Um so größer war meine Freude als ich durch Zufall auf den mittlerweile erschienenen vierten Teil stieß. Den dritten Teil der Reihe empfand ich zwar zunehmend schwächer.

Leider entfernt sich der vierte Teil weiter vom ursprünglichen Charakter Kilroys. Er wird immer mehr zum mit dem Kopf durch die Wand-Typen, der schon fast unvorsichtig durch die Zombielandschaft läuft. Dementsprechend gefährlich verläuft seine Reise und er springt von einer knappen Situation zur nächsten. Im ersten Buch ist dieser Charakter noch der etwas paranoide Prepper, der sich mit militärischer Präzession auf seine eigenen Fähigkeiten verlässt und durchdachte Lösungen für jedes Problem sucht. Auch wenn einige kurze Rückblicke auf die bisherigen Bücher vorhanden sind, so handelt es sich wieder um eine komplett neue Geschichte und neue Charaktere. Diese bleiben leider ebenfalls so blaß wie in den vergangenen Büchern. Das lässt dem Leser zwar mehr Platz für die eigene Fantasie, aber der Autor hat hier eine Chance zur Beschreibung einer dystopischen Welt ausgelassen. Ich habe sicherlich nichts gegen die Geschichte, dass er wieder alleine hinauszieht um die Welt zu retten, aber die Art und Weise wie es geschieht, lässt den Lesesr manchmal etwas ratlos zurück. Zum Beispiel die Geschichte mit seinem gefundenen elektronischen „Haustier“, die nicht so wirklich in das Bild der Endzeitstimmung passen möchte. Mag es noch so verkratzt und angeschossen sein, so ist es immer noch ein Stück militärisches Hightech und gerade im Zusammenhang mit Remode Six passt es nicht in diese Umgebung.

Es muss bei aller Kritik immernoch betont werden, dass es sich bei das Tagebuch der Apokalypse 4 noch immer um einen grundsoliden Zombie-Roman handelt. Zwangsläufig muss sich das Buch aber dem Vergleich mit seinen Vorgängern stellen und dabei lassen sich gewisse Schwächen nicht übersehen. Nehmen wir zum Beispiel die Szene mit dem Piratenangriff. Da schießt einer aus ungefähr 1000 Metern Entfernung recht ungezielt aufs Boot und anstatt davonzusegeln, holt er das dicke MG, weiß dabei nicht wo der Schütze sitzt und ballert einen kompletten Gurt 7.62er grob auf die Küste. Die beiden Piraten scheint das nicht groß zu interessieren, denn sie rasen mit einem roten Schnellboot direkt auf ihn zu. Wer würde nicht auf die gleiche Idee kommen, wenn das Gegenüber gerade seine eindeutige Überlegenheit der Waffen demonstriert hat? Jedenfalls holt Kilroy den nächsten Patronengürtel und pulverisiert das gegnerische Boot inklusive Piraten. Mein Problem dabei besteht darin, dass kaum noch Menschen übrig sind, während wohl alle Kauf- und Lagerhäuser noch voll mit Nahrungmittel und Waren sind. Wieso sollte man sich dann die Mühe machen einen Überlebenden aufs Korn zu nehmen, der seine Fähigkeiten schon zur Genüge in der Zombieapokalypse bewiesen hat? Mir würden die zwei bis drei Milliarden Zombies als Gegner vollkommen ausreichen und ich würde mich über jede helfende Hand freuen.

Im ersten Teil wurde jeder Schritt zumindest am Anfang des Buchs sauber durchdacht und vorsichtig ausgeführt. Im vierten Teil kommt jedoch ein kleiner Rambo zum Vorschein, der offensichtlich nicht mehr ganz so bedacht aufs Überleben aus ist. Dieser Umstand, gepaart mit den blaßen Nebencharakteren, wirkt sich negativ auf die Geschichte und somit auch aufs Lesevergnügen aus.

Tagebuch der Apokalypse 4 Fazit

Ich war happy als ich vom vierten Teil erfuhr und selten jemals hatte ich mir so schnell ein Hörbuch heruntergeladen. Nach fast 3 Jahren Pause der Serie hatte ich vielleicht grundsätzlich eine zu hohe Erwartungshaltung aufgebaut und es mag sein, dass keine Version der Geschichte dieser Erwartung gerecht geworden wäre. Die charakterliche Veränderung, dieses mit dem Kopf durch die Wand und die etwas plumpe Story haben mich als Leser aber nicht in ihren Bann gezogen. Selbstverständlich bin ich dankbar, dass die Serie jetzt wohl ihr endgültiges Ende gefunden hat und dass überhaupt noch eiu weiterer Teil veröffentlicht wurde, vielleicht hätte man es aber nach dem dritten Band auch gut sein lassen können. Wer eines der ersten drei Bücher gelesen hat, für den ist die Leküre ein muss, allen anderen kann ich nur den ersten Teil zum Lesen empfehlen. Für mich ein nicht ganz gelungener Abschluss einer der besten Zombie-Serien bis dato und alle vier Bücher zusammen spielen für mich noch immer in der Liga von Z-Wars und die Nacht der lebenden Toten.

Hier könnt ihr unsere Beiträge zu den anderen drei Büchern der Serie lesen:

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Buchbesprechung Horror

Tagebuch der Apokalypse 3

Hier folgt die Buchbesprechung zu Tagebuch der Apokalypse Teil 3 von J.L. Bourne, der auch gleichzeitig der letzte Band der Serie ist. Die Trilogie schließt somit ihren Kreis und Killroy steht seinem bislang letzten und gefährlichsten Auftrag gegenüber. Wer sich das Lesevergnügen nicht versauen lassen möchte, sollte die Inhaltsangabe überspringen, da es durchaus zu den einen oder anderen Spoiler kommen könnte. Im Anschluss findet sich die Erörterung und schließlich das Fazit zum Buch wieder.

Inhalt Tagebuch der Apokalypse 3

Killroy kommt mit seinen Gefolgsleuten endlich auf dem Flugzeugträger an und wird wieder in den aktiven Dienst versetzt. Man muss ihm zwar gut zureden, aber nachdem man ihm verspricht seine kleine Fahnenflucht nicht weiter zu verfolgen, gibt es einen Sinneswandel. Leider wird aufgrund seiner Überlebenserfahrungen an Land für eine heikle Mission in China eingeplant. Ihm zur Seite steht ein Spezialkommando, welches aber im Zombiekrieg seine eigene Erfahrungen und Probleme gesammelt hat. Der Plan ist es sie in einem immer noch einsatzbereiten U-Boot direkt an die Küste zu fahren, von der aus sie sich zu einer geheimen chinesischen Forschungsstation durchschlagen sollen. Hier wird der Ursprung des Zombievirus vermutet und so macht sich Killroy eben auf den Weg.

Die verstrahlten Zombies werden ja nach Strahlungsintensität immer aufdringlicher und geschickter. Es wird versucht unter größtem Aufwand einige Exemplare zu Forschungszwecken an Bord des Flugzeugträgers zu bringen. Unter größter Geheimhaltung werden im Bug des Schiffs einige Zombies eingesperrt, aber schließlich kommt es, wie es kommen muss und die Plage bricht an Board aus. Unsere restlichen bekannten Figuren aus Teil 1 und Teil 2 der Zombieapokalypse müssen sich der Gefahr stellen.

Zeitgleich sitzt eine Truppe ehemaliger Forscher in einer Arktisstation fest. Die Lebensmittel werden knapp, das Heizöl neigt sich dem Ende zu und viele sind schon draufgegangen. Die letzten Überlebenden tun alles, damit sie nicht das Zombieschicksal ihrer Gefährten teilen müssen. Diese letzte Bastion in den kältesten Regionen der Erde kann über einen Kurzwellensender die Funkverbindung zwischen Flugzeugträger im Atlantik und dem Atomuboot im Pazifik aufrecht erhalten.

Das Geheimnis hinter Remote 6 wird spektakulär gelüftet. Ein kurzes Zwischenspiel auf einer pazifischen Insel, senkt die Anzahl der Einsatzkräfte, aber das Uboot kann seine Reise fortsetzen.  Letztendlich kommt es zum großen Showdown mitten in China, aber dies sollte man lieber selbst lesen. Währenddessen gibt im Atlantik der Flugzeugträger den Geist auf und begründet damit ungewollt die Basis für das zukünftige Überleben der Menschheit.

Buchkritik Tagebuch der Apokalypse 3

Man merkt als Leser deutlich, dass es sich um den dritten Teil der Serie handelt. Die einzelnen Handlungsstränge werden auf biegen und brechen beendet und zumindest ich hatte das Gefühl, als wirkt das Buch ein wenig gehetzt. Der Unterschied zum ersten Teil, in welchem sich Killroy langsam, nachdenklich und bedacht in seinem Haus auf den Zombieangriff vorbereitet, ist auf jeder Seite offensichtlich. Fans der ersten beiden Bücher müssen sich beim Tagebuch der Apokalypse 3 umstellen.

Für mich war der dritte Teil enttäuschend. Die Auflösung von Remote 6 war einfach nur flach und wirkte sehr künstlich. Hier hätte ich mir einfach mehr Tiefgang gewünscht, vor allem nachdem es so im zweiten Teil aufgebaut wurde.

Die handelnden Personen werden einseitig beschrieben und beim Führungspersonal des Flugzeugträgers muss die Frage nach dem gesunden Menschenverstand erlaubt sein. Wer heiße Zombies auf eine der letzten rein menschlichen Inseln zu Forschungszwecken einlagert, kann nicht alle Tassen im Schrank haben. Sicherlich gibt dies eine zusätzliche dramatische Note, aber der Taktik folgend wäre dies so nie geschehen. Diese kleinen logischen Fehler häufen sich im dritten Teil und kosten viel Charme der Zombiereihe.

Fazit Tagebuch der Apokalypse 3

Ich hatte mich auf das Buch gefreut, aber der dritte Teil zeigt deutliche Schwächen. Wer die ersten beiden Bücher las, wird sich davon trotzdem nicht abbringen lassen und die Trilogie vervollständigen. Rückblickend war Band 1 der stärkste Teil, gerade weil der handelnde Personenkreis noch eingeschränkt war und es dadurch viele Details beschrieben wurden. Der Einzelkämpfer, welcher sich auf die Zombies vorbereitet und abschottet verliert einfach nichts von seinem Charme. Global gesehen schwächelt die Trilogie vor allem gegen Operation Zombie. Wer ein eingefleischter Fan des Genres ist, wird die Tagebücher auch so zu schätzen wissen, nicht zuletzt weil sie über eine lange Zeit als Blog im Netz erschienen sind und danach erst als literarisches Werk veröffentlicht wurden.

Meine Leseempfehlung für Genre-Leser ja, für den Durchschnittsleser eher nein, weil es am Ende dann doch zu abgefahren wird und damit sind nicht die Zombies gemeint…

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Buchbesprechung Horror

Tagebuch der Apokalypse 2

Dies ist die Buchbesprechung zu Tagebuch der Apokalypse Band 2 von J.L. Bourne. Die Buchkritik zum ersten Band findet man hier, so dass man etwas mehr vom Thema weiß. Zudem eine kleine Warnung, da es in der Inhaltsbeschreibung zum einen oder anderen Spoiler kommen kann. Wer also das Lesevergnügen uneingeschränkt genießen möchte, sollte diesen Teil überspringen.

Tagebuch der Apokalypse Band 2 – Inhalt

Der zweite Teil des Tagebuchs der Apokalypse beginnt nach dem Angriff der Banditen auf das Hotel 23. Die Umzäunung ist beschädigt und marodierende Zombiehorden überschwemmen das Gelände. Nach einer Säuberung und Ausbesserung der Umzäunung ist es an der Zeit die Umgebung genauer zu erkunden. Immer noch ist das Flugzeug aus dem ersten Teil in der Nähe und so bricht man zu einem nahen Flugplatz auf und findet dort die Nachricht einer überlebenden Familie Davis am Lake Charles.

Schließlich macht er sich auf den Weg mit der einmotorigen Cessna und startet eine Rettungsaktion. Immer mehr kommen die alltäglichen Probleme der neuen Welt in den Vordergrund. Technische Hilfsmittel werden knapper, medizinische Unterstützung ist nur durch Eigenversorgung gewährleistet und die Isolation fordert auch ihren Tribut.

Anfang Juli hilft man einem kleinem militärischen Spähtrupp aus der Scheiße. In der Folge wird Hotel 23 vom Rest eines Marinechors aufgespürt. Unser Held ist dadurch gezwungen sich als Offizier zu erkennen zu geben, damit er fortan als Kommandant des Hotels 23 gilt. 22 neue Soldaten werden dem Hotel 23 zugeteilt. Mehr Menschen bedeutet neben mehr Sicherheit, aber auch mehr Verbrauch von Ressourcen und Vorräten. Gefährlicher Wassermangel macht sich breit und weitere Beschaffungsmissionen folgen. Nachdem der Stützpunkt mit allen Überlebenden ins Hotel 23 verlegt wird, steigt die Anzahl der Bewohner auf 113 an. Schließlich wird vom Oberkommando auf einem Flugzeugträger ein Hubschrauber stationiert, der aber unserem Held auf einem Erkundungsflug fast das Leben kostet. Als einziger Überlebender der Hubschrauberbesatzung und schwer verletzt macht er sich auf um zurück zum Hotel 23 zu kommen. Es wird immer klarer, dass verstrahlte Zombies auf eigenartige Art und Weise mutieren und noch gefährlicher sind, als ihre unverstrahlten Artgenossen. Auf seiner abenteuerlichen Reise findet er Kontakt zu einem automatisiertem Überwachungssystem, welches sich auf Drohnen stützt. Zudem findet er einen weiteren Begleiter, der anscheinend eine dunkle Vergangenheit verbirgt. Glücklich zurückgekehrt wendet sich das Drohnensystem Remote 6 gegen Hotel 23 und vor allem gibt es komische Befehle aus. Leider muss das Hotel 23 geräumt werden, als eine riesige Horde Untoter angreift.

Buchkritik Tagebuch der Apokalypse

Im Gegensatz zum ersten Band zeigen sich einige inhaltliche Schwächen. Zudem tappt der Leser unweigerlich ein wenig im Dunkeln herum und erfährt zumindest in diesem Buch keine Aufklärung. Warum gibt es es Remote 6 und was steckt dahinter. Das Herumstreifen abgestürzt in der Wildnis erinnert zu sehr an die ersten Tage nach der Epedemie und gleicht diesem auch teilweise. Zudem kann man schon absehen, dass Killroy wieder in den Stützpunkt zurückfinden wird.

Ganz smart ist der neue „dunkle Begleiter“ Killroys gestaltet. Er erinnert zwar zu stark an den schwarzen Araber aus der Robin-Verfilmung mit Kevin Costner, aber als Sidekick macht er eine sehr ordentliche Figur.

Bedenkt man, dass die Bewohner nun eine sichere Bleibe mit dem Hotel 23 besitzen, hätte ich mir gewünscht, dass sie möglichst schnell versuchen ihren zivilisatiorischen Bereich auszubauen und ein Gebiet erschaffen, in dem wieder so etwas wie Normalität herrscht. Stabile unüberwindbare Barrikaden, automatische Fallen, die herumpirschende Zombies zerlegen, vielleicht ein wenig Ackerbau. So bleiben die Bewohner etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Trotz aller Kritik war das Tagebuch der Apokalypse Teil 2 sehr lesenswert und hatte seine spannenden Momente. Ich habe es gern gelesen und empfehle es gerne weiter. Wer sich auf dem Gebiet der Zombieliteratur aber neu fühlt, sollte unbedingt mit der Nacht der lebenden Toten anfangen oder zu Operation Zombie greifen.

Von mir gibt es also eine Leseempfehlung!

Vorlage:

Tagebuch der Apokalypse Band 2, J.L. Bourne
Heyne Verlag
ISBN: 978-3453528192

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Horror

Tagebuch der Apokalypse 1

Komische Gerüchte kommen aus China. Ein Militäroffizier der Luftwaffe wird aufmerksam und denkt sich seinen Teil. Auch wenn alles noch recht ungenau scheint, so sagt ihm sein Instinkt, sich zumindest ein wenig mit Vorräten einzudecken und alles in Ordnung zu halten. Die Geschichte spielt am Rande von San Antonio – Texas – USA. Eine Seuche geht um, doch die Regierung beschwichtigt die Bevölkerung und meint, es sei alles in Ordnung.

Tagebuch der Apokalypse – Inhalt

Unser Offizier schreibt Tagebuch und so werden wir Zeuge, wie ein einzelner Mensch sich seiner Umgebung Tag für Tag mehr anpasst und versucht allen Widrigkeiten zu begegnen. Schließlich wird klar, dass es sich bei der Seuche um eine Zombieapokalypse handelt und die ganze Welt ist davon betroffen. In einem letzten Aufgebot der Regierung werden die großen verseuchten Städte mit Atomwaffen angegriffen. Große Teile Amerikas sind darauf hin nicht nur verseucht, sondern auch verstrahlt.

Mit seinem überlebenden Nachbarn John macht sich unser Held auf den Weg. Vielleicht ist Held nicht das richtige Wort, sondern eher ein Kerl mit einer militärischen Ausbildung der eben tut, was getan werden muss. Sein Ziel ist es zu überleben und das seines Mitstreiters ebenso. Die Kommunikation bricht zusammen, Vorräte werden knapp und die Zombies reagieren auf Geräusche. Schusswaffen sind somit nur im absoluten Notfall zu gebrauchen und auch nur gezielte Kopfschüsse bringen das gewünschte Ergebnis.

Schließlich können sie sich in ein Raketensilo flüchten, welches von seinen ehemaligen Bewohnern Hotel 23 getauft wurde. Marodierende Banden ziehen durchs Land und greifen sogar die Verteidiger des Hotel 23 an. Auch sie sind nur auf der Suche nach Vorräten.

Tagebuch der Apokalypse Buchbesprechung

Ich hatte kurz vor dem Tagebuch der Apokalypse ja Mel Brooks Operation Zombie gelesen und das war für mich auch das Buch meines Lesejahrs 2014. Eine globaler Zombieangriff, der in allen Bereichen (sozial, ökonomisch, regional) beschrieben wird. J.L. Bournes Tagebuch dagegen wirkt wie ein ausführlicher einzelner Beitrag aus Operaton Zombie – ein Einzelschicksal ungeschont und detailreich beschrieben.

Der Protagonist geht geplant, äußerst vorsichtig und zielstrebig an seine Verteidigung. Gerade zu Anfang ahnt der Leser schon, in welche Richtung sich das Buch entwickelt, aber letztendlich reagiert man nur auf die äußeren Umstände. Es wird getan, was getan werden muss und Killroy ist ziemlich gut darin. Sicherlich haben die Tagebücher große Vorbilder in der Literatur, so liegt die Schreibform Bram Stockers Dracula sehr nahe und die Geschichte ist zumindest im ersten Buch eine ausführlichere Beschreibung von die Nacht der lebenden Toten. Dies ist kein Vorwurf, gerade weil alle Zombiebücher auf die Nacht der lebenden Toten basieren, sondern ich sehe es eher als Huldigung des Urvaters. Vielleicht ist auch noch ein kleiner Einschlag Robinson Crusoe dabei, da sich unser Held mit den Mitteln, welche ihm zur Verfügung stehen in seinem Haus, bzw. seiner kleinen Insel einrichtet. Erst als sich die Truppe zusammenfindet und schließlich ins Hotel 23 einzieht, kommt etwas Bewegung in die Geschichte.

Fazit Tagebuch der Apokalypse

Wer auf Zombies steht, sollte sich das Tagebuch nicht entgehen lassen. Wer sich dagegen eher zu einem Thriller berufen fühlt, kann durchaus darauf verzichten. Literarisch mag es nicht die größte Leistung sein, aber der Schreibstil ist gut gemacht und der Geschichte angepasst. Ein besonderes Schmankerl sind die handschriftlichen Anmerkungen in der Taschenbuchausgabe und die Skizzen, die dem Leser eine gewisse Authentizität vorgaukeln. Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung, die aber durchaus von persönlichen Präferenzen bestimmt sein könnte.

 

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453527933
  • ISBN-13: 978-3453527935
  • Originaltitel: Day by Day Armageddon
  • Größe: 11,8 x 2,8 x 18,8 cm

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Buchbesprechung Horror

Operation Zombie Buchkritik

Operation Zombie ist der Roman, auf welchem der Film World War Z basiert. Geschrieben wurde er von Max Brooks, dem Sohn des legendären Komikers Mel Brooks. Ich selbst hatte das Glück das Buch erst nach dem Film zu lesen. Um es hier schon vorweg zu nehmen, der Film ist arg auf Hollywood getrimmt und bleibt um Längen hinter dem Buch zurück. Neben einer kurzen Inhaltsangabe,  einer Buchbeschreibung und einem Hintergrundcheck zu Max Brooks, geht es über zur Buchkritik. Selbstverständlich wird auch die Frage geklärt, ob man „Operation Zombie: wer länger lebt, ist später tot“ lesen sollte, oder nicht.

Story Operation Zombie

Der große Krieg gegen die Zombies ist nun 12 Jahre her und die Menschheit überlebte eine ihrer schwersten Prüfungen. Es ist Zeit die Fakten zu klären und zu sehen, was verdammt nochmal eigentlich schief gelaufen ist. Genau hierfür wurde ich eingestellt und reiste rund um die Welt um die Überlebenden zu befragen. Regierungen, die einfachen Menschen auf der Straße, die Armeen, die Pharmakonzerne, sowie Behinderte, Kinder, Opfer und Flüchtlinge.  Während meiner Recherche sah ich soviel Leid, manch echten Helden, Halunken, Geschäftemacher und soviel Scheiße, die einfach schief lief.

Jetzt sitze ich hier und die Regierung bricht alles auf ein paar nackte Zahlen und Fakten herunter. Kalt ist die Rückschau auf den Krieg, der uns fast die Existenz gekostet hätte. All die kleinen Geschichten werden im Laufe der Zeit verloren gehen. Mein Bericht sei zu emotional, zu viel Schicksal, sagten sie. Wenn ich sowas wollte, solle ich doch ein Buch schreiben und dies tat ich dann auch…

Inhaltsangabe Operation Zombie

Eine Panepidemie verbreitet sich über die Erde, bei der die Infizierten zu blutrünstigen Zombies werden und die Menschheit fast unvorbereitet trifft. Die schöne neue vernetzte Welt bietet die besten Verbreitungswege und sorgt für eine Bedrohung ungeahnten Ausmaßes. Einige der modernen Industrieländer sind auf den Zombieangriff nicht vorbereitet. Wie auch, sie sind es nicht mehr gewohnt in den Krieg zu ziehen und wissen noch nicht einmal mehr, wie man eine Waffe führt. Andere Länder wie die USA verlassen sich auf das hochgezüchtete Militär, aber was bringt schon eine Präzesions-Luft-Boden-Rakete mit Streuwirkung gehen einen Untoten? Dem ist es egal ob im 20 kleine Schrotkugeln im Brustkorb stecken oder nicht. Was soll ein Elektromagnetischer Impuls bringen, wenn es keine Hirnströme gibt?
Die Israelis hatten dieWelt  schon früh gewarnt und sich im eigenen Land eingebunkert,  die Nordkoreaner hat man seit dem nicht mehr gesehen und die Russen haben die größte Scheiße mit ihren eigenen Leuten abgezogen. Pharmakonzerne verdienten sich mit Placebos eine goldene Nase und Afrika erwischte es mit am schlimmsten. Die Slums waren einfach schutzlos. Die Seuche verbreitete sich rasend schnell, nicht zuletzt durch die Flüchtlinge, die nur noch weg wollten. Die Wirtschaft brach zusammen, Nahrungsmittel wurden knapp, Medikamente fehlten und manche Promis zogen sich in wahre Bunker zurück und sendeten einfach eine Zombie-Reality-Doku.  Weitere Krankheiten breiteten sich aus und ganze Landstriche wurden von der Außenwelt abgeschnitten.

Dann gab es da noch die Menschen, die damit einfach nicht mehr klar kamen. Einige schnappen total über und legten sich um. Das größere Problem waren jedoch die Jungs, die sich selbst für Zombies hielten. Es war gar nicht so einfach diese von den echten Zombies zu unterscheiden und nur die Hunde konnten hier sicher sein. Letztendlich ist es aber auch egal ob ein echter Zed oder ein Bekloppter auf dich zurennt und dich beißen will.

Operation Zombie zeigt 12 Jahre nach dem Krieg alle Belange, was während des Kriegs ablief und wie es zur Verbreitung kam. Klar geht es auch um militärische Belange, aber auch um soviel mehr. Es wird die wirtschaftliche, gesundheitliche, kulturelle und moralische Entwicklung anhand einzelner Interviews beschrieben.

Buchkritik Operation Zombie

Wahrscheinlich kennt und liebt jetzt Fan des Genres den Urvater „die Nacht der lebenden Toten“. Eine kleine Heldengruppe versucht sich gegen heranstürmende Zombiehorden zu wehren und möglichst lange durchzuhalten. Praktisch alle darauf folgenden Zombieromane verfolgten das gleiche Prinzip und Operation Zombie ist hier einfach erfrischen anders. Da geht es nicht ums kleine Detail, sondern anhand der kleinen Details wird die gesamte Welt beschrieben. Praktisch jedes einzelne Land ist betroffen und hat seine eigene Geschichte. Teilweise geht es in den Interviews um die Entscheidungen auf hoher politischer Ebene, andererseits aber auch um den kleinen flüchtenden Jungen im afrikanischen Slum. Zwar wird in er Nacht der lebenden toten auch als Sekundärgeschichte erzählt, wie das Militär immer weiter gegen die Horden vorrückt, aber in Operation Zombie wird das ganze Leben während des Kriegs erzählt. Wie es zum Ausbruch kam, wie sich die Seuche verbreitete und wie es den Menschen erging. Welcher Typ regiert wie, was geschieht an den Börsen, wie ist die Versorgungslage und woher kommt eigentlich das Benzin. Alle Aspekte des Lebens werden beleuchtet und das in einer ganz beindruckenden Art und Weise. Selbst von der Ausrottung der Wale wird berichtet, die als eine der letzten Nahrungsquellen dienten.

Selbst Deutschland kommt im Buch vor, wobei wir uns hinter den Nord-Ostsee-Kanal zurückziehen und von dort die Verteidigung organisieren. Das restliche Land wurde aufgegeben. Übrigens auch einer der Punkte, die Kritik zulassen, denn gleichzeitig wird im Buch beschrieben, das die Zombies nicht ertrinken, sondern im Meer solange treiben, bis sie was erwischen oder wieder an Land gespült werden. Kennt man sich regional sehr gut aus, gibt es nach der Lektüre bessere und genauere Verteidigungspositionen. Beim Beispiel Deutschlands wäre das die Verteidigung an den Alpen und nicht an der Küste. Vor einem der Kanal und hinter einem Dänemark mit nichts als Strand, den man überwachen müsste. In den kalten Alpen gefrieren die Zombies einfach ein und man hätte eine sichere Linie im Rücken von der man sich aus das Land zurückholen könnte.

Operation Zombie ist trotzdem ein beeindruckendes Werk. Man kann gar nicht aufhören zu lesen und tritt in eine fiktionale Zukunft, die so gut beschrieben ist, dass man fast an ihre Existenz glaubt. Gerade jetzt beim aktuellen Ebola-Ausbruch sehe ich plötzlich Paralellen, die mir das Blut in den Adern gefrieren lässt. Eigentlich wäre die Krankheit auf Afrika begrenzt, aber da werden Kranke nach Europa und in die USA ausgeflogen und zack hat man zwei weitere Kontinente, in denen es Ansteckungen gibt. Zeitgleich toben die Kriege im nahen Osten und in der Ukraine. Erschreckend nah am Buch, auch wenn dies schon älter ist.

Empfehlung Operation Zombie

Das Audiobook Operation Zombie
Hörbuch Operation Zombie von Max Brooks

Auch wenn man kein Zombie-Leser ist, sollte man sich das Buch unbedinkt auf den Wunschzettel schreiben. Operation Zombie besticht durch einen Realismus, den man aus diesem Bereich einfach nicht kennt. Es ist einfach ein literarisches Meisterwerk und ist um so vieles besser, wie die ganzen tonnenweise produzierten Historienromane. Vergesst die Thriller der letzten Zeit und lest Operation Zombie. Der Film hat so fast gar nichts mit dem Buch zu tun und streift gewisse Themen nur am Rande. Das Buch bereitet Schrecken, Realismus und eine neue Welt, die gar nicht so schön ist, aber doch ganz nah an unserer. Wer noch gar nichts in dem Genre gelesen hat, sollte zuerst die Nacht der lebenden Toten lesen. Das ist sozusagen die eigentliche Bibel, aber direkt im Anschluss bitte Operation Zombie, denn das Buch ist dann die Offenbarung.

Dieser Buchkritik lag das Audiobook vor, welches mir persönlich wirklich viel Freude bereitet hat!