Hier sieht man den Titel Tagebuch der Apokalypse Band 2

Tagebuch der Apokalypse 2

Dies ist die Buchbesprechung zu Tagebuch der Apokalypse Band 2 von J.L. Bourne. Die Buchkritik zum ersten Band findet man hier, so dass man etwas mehr vom Thema weiß. Zudem eine kleine Warnung, da es in der Inhaltsbeschreibung zum einen oder anderen Spoiler kommen kann. Wer also das Lesevergnügen uneingeschränkt genießen möchte, sollte diesen Teil überspringen.

Tagebuch der Apokalypse Band 2 – Inhalt

Der zweite Teil des Tagebuchs der Apokalypse beginnt nach dem Angriff der Banditen auf das Hotel 23. Die Umzäunung ist beschädigt und marodierende Zombiehorden überschwemmen das Gelände. Nach einer Säuberung und Ausbesserung der Umzäunung ist es an der Zeit die Umgebung genauer zu erkunden. Immer noch ist das Flugzeug aus dem ersten Teil in der Nähe und so bricht man zu einem nahen Flugplatz auf und findet dort die Nachricht einer überlebenden Familie Davis am Lake Charles.

Schließlich macht er sich auf den Weg mit der einmotorigen Cessna und startet eine Rettungsaktion. Immer mehr kommen die alltäglichen Probleme der neuen Welt in den Vordergrund. Technische Hilfsmittel werden knapper, medizinische Unterstützung ist nur durch Eigenversorgung gewährleistet und die Isolation fordert auch ihren Tribut.

Anfang Juli hilft man einem kleinem militärischen Spähtrupp aus der Scheiße. In der Folge wird Hotel 23 vom Rest eines Marinechors aufgespürt. Unser Held ist dadurch gezwungen sich als Offizier zu erkennen zu geben, damit er fortan als Kommandant des Hotels 23 gilt. 22 neue Soldaten werden dem Hotel 23 zugeteilt. Mehr Menschen bedeutet neben mehr Sicherheit, aber auch mehr Verbrauch von Ressourcen und Vorräten. Gefährlicher Wassermangel macht sich breit und weitere Beschaffungsmissionen folgen. Nachdem der Stützpunkt mit allen Überlebenden ins Hotel 23 verlegt wird, steigt die Anzahl der Bewohner auf 113 an. Schließlich wird vom Oberkommando auf einem Flugzeugträger ein Hubschrauber stationiert, der aber unserem Held auf einem Erkundungsflug fast das Leben kostet. Als einziger Überlebender der Hubschrauberbesatzung und schwer verletzt macht er sich auf um zurück zum Hotel 23 zu kommen. Es wird immer klarer, dass verstrahlte Zombies auf eigenartige Art und Weise mutieren und noch gefährlicher sind, als ihre unverstrahlten Artgenossen. Auf seiner abenteuerlichen Reise findet er Kontakt zu einem automatisiertem Überwachungssystem, welches sich auf Drohnen stützt. Zudem findet er einen weiteren Begleiter, der anscheinend eine dunkle Vergangenheit verbirgt. Glücklich zurückgekehrt wendet sich das Drohnensystem Remote 6 gegen Hotel 23 und vor allem gibt es komische Befehle aus. Leider muss das Hotel 23 geräumt werden, als eine riesige Horde Untoter angreift.

Buchkritik Tagebuch der Apokalypse

Im Gegensatz zum ersten Band zeigen sich einige inhaltliche Schwächen. Zudem tappt der Leser unweigerlich ein wenig im Dunkeln herum und erfährt zumindest in diesem Buch keine Aufklärung. Warum gibt es es Remote 6 und was steckt dahinter. Das Herumstreifen abgestürzt in der Wildnis erinnert zu sehr an die ersten Tage nach der Epedemie und gleicht diesem auch teilweise. Zudem kann man schon absehen, dass Killroy wieder in den Stützpunkt zurückfinden wird.

Ganz smart ist der neue „dunkle Begleiter“ Killroys gestaltet. Er erinnert zwar zu stark an den schwarzen Araber aus der Robin-Verfilmung mit Kevin Costner, aber als Sidekick macht er eine sehr ordentliche Figur.

Bedenkt man, dass die Bewohner nun eine sichere Bleibe mit dem Hotel 23 besitzen, hätte ich mir gewünscht, dass sie möglichst schnell versuchen ihren zivilisatiorischen Bereich auszubauen und ein Gebiet erschaffen, in dem wieder so etwas wie Normalität herrscht. Stabile unüberwindbare Barrikaden, automatische Fallen, die herumpirschende Zombies zerlegen, vielleicht ein wenig Ackerbau. So bleiben die Bewohner etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Trotz aller Kritik war das Tagebuch der Apokalypse Teil 2 sehr lesenswert und hatte seine spannenden Momente. Ich habe es gern gelesen und empfehle es gerne weiter. Wer sich auf dem Gebiet der Zombieliteratur aber neu fühlt, sollte unbedingt mit der Nacht der lebenden Toten anfangen oder zu Operation Zombie greifen.

Von mir gibt es also eine Leseempfehlung!

Vorlage:

Tagebuch der Apokalypse Band 2, J.L. Bourne
Heyne Verlag
ISBN: 978-3453528192

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Veröffentlicht von

Marc

Hi, ich bin der Marc und schreibe ab und zu fürs Literaturasyl. Ich lese gerne, mag die klassische Literatur und halte Bücher für den schönsten Wandschmuck. In letzter Zeit gibt es auch immer öfter ein Hörbuch. Egal ob Roman, Krimi, Thriller oder Sachbuch: wenn es gut geschrieben ist, finde ich es gut.

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