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Buchbesprechung

Unter deutschen Betten

In letzter Zeit wird es immer mehr zum Trend, Bücher darüber zu schreiben, was man so in seinem Berufsalltag macht und was da so spannendes passiert – ein Trend, der sicher auch auf gleichartige Doku-Soaps im Fernsehen zurück zu führen ist. Dies ist eines dieser Beispiele, Unter deutschen Betten heißt es und stammt von einer anonymen Autorin, die unter dem Pseudonym Justyna Polanska agiert.

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Buchbesprechung

Das Rosie-Projekt

In dieser Buchkritik wird der Roman „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion behandelt. Neben einer ausführlichen Inhaltsangabe, gibt es einige Angaben zum Autor, eine Analyse der Charaktere, sowie eine persönliche Einschätzung des Buchs. Erschienen ist es im FISCHER Krüger Verlag und bietet 352 Seiten Lesevergnügen.

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Buchbesprechung Horror

Tagebuch der Apokalypse 3

Hier folgt die Buchbesprechung zu Tagebuch der Apokalypse Teil 3 von J.L. Bourne, der auch gleichzeitig der letzte Band der Serie ist. Die Trilogie schließt somit ihren Kreis und Killroy steht seinem bislang letzten und gefährlichsten Auftrag gegenüber. Wer sich das Lesevergnügen nicht versauen lassen möchte, sollte die Inhaltsangabe überspringen, da es durchaus zu den einen oder anderen Spoiler kommen könnte. Im Anschluss findet sich die Erörterung und schließlich das Fazit zum Buch wieder.

Inhalt Tagebuch der Apokalypse 3

Killroy kommt mit seinen Gefolgsleuten endlich auf dem Flugzeugträger an und wird wieder in den aktiven Dienst versetzt. Man muss ihm zwar gut zureden, aber nachdem man ihm verspricht seine kleine Fahnenflucht nicht weiter zu verfolgen, gibt es einen Sinneswandel. Leider wird aufgrund seiner Überlebenserfahrungen an Land für eine heikle Mission in China eingeplant. Ihm zur Seite steht ein Spezialkommando, welches aber im Zombiekrieg seine eigene Erfahrungen und Probleme gesammelt hat. Der Plan ist es sie in einem immer noch einsatzbereiten U-Boot direkt an die Küste zu fahren, von der aus sie sich zu einer geheimen chinesischen Forschungsstation durchschlagen sollen. Hier wird der Ursprung des Zombievirus vermutet und so macht sich Killroy eben auf den Weg.

Die verstrahlten Zombies werden ja nach Strahlungsintensität immer aufdringlicher und geschickter. Es wird versucht unter größtem Aufwand einige Exemplare zu Forschungszwecken an Bord des Flugzeugträgers zu bringen. Unter größter Geheimhaltung werden im Bug des Schiffs einige Zombies eingesperrt, aber schließlich kommt es, wie es kommen muss und die Plage bricht an Board aus. Unsere restlichen bekannten Figuren aus Teil 1 und Teil 2 der Zombieapokalypse müssen sich der Gefahr stellen.

Zeitgleich sitzt eine Truppe ehemaliger Forscher in einer Arktisstation fest. Die Lebensmittel werden knapp, das Heizöl neigt sich dem Ende zu und viele sind schon draufgegangen. Die letzten Überlebenden tun alles, damit sie nicht das Zombieschicksal ihrer Gefährten teilen müssen. Diese letzte Bastion in den kältesten Regionen der Erde kann über einen Kurzwellensender die Funkverbindung zwischen Flugzeugträger im Atlantik und dem Atomuboot im Pazifik aufrecht erhalten.

Das Geheimnis hinter Remote 6 wird spektakulär gelüftet. Ein kurzes Zwischenspiel auf einer pazifischen Insel, senkt die Anzahl der Einsatzkräfte, aber das Uboot kann seine Reise fortsetzen.  Letztendlich kommt es zum großen Showdown mitten in China, aber dies sollte man lieber selbst lesen. Währenddessen gibt im Atlantik der Flugzeugträger den Geist auf und begründet damit ungewollt die Basis für das zukünftige Überleben der Menschheit.

Buchkritik Tagebuch der Apokalypse 3

Man merkt als Leser deutlich, dass es sich um den dritten Teil der Serie handelt. Die einzelnen Handlungsstränge werden auf biegen und brechen beendet und zumindest ich hatte das Gefühl, als wirkt das Buch ein wenig gehetzt. Der Unterschied zum ersten Teil, in welchem sich Killroy langsam, nachdenklich und bedacht in seinem Haus auf den Zombieangriff vorbereitet, ist auf jeder Seite offensichtlich. Fans der ersten beiden Bücher müssen sich beim Tagebuch der Apokalypse 3 umstellen.

Für mich war der dritte Teil enttäuschend. Die Auflösung von Remote 6 war einfach nur flach und wirkte sehr künstlich. Hier hätte ich mir einfach mehr Tiefgang gewünscht, vor allem nachdem es so im zweiten Teil aufgebaut wurde.

Die handelnden Personen werden einseitig beschrieben und beim Führungspersonal des Flugzeugträgers muss die Frage nach dem gesunden Menschenverstand erlaubt sein. Wer heiße Zombies auf eine der letzten rein menschlichen Inseln zu Forschungszwecken einlagert, kann nicht alle Tassen im Schrank haben. Sicherlich gibt dies eine zusätzliche dramatische Note, aber der Taktik folgend wäre dies so nie geschehen. Diese kleinen logischen Fehler häufen sich im dritten Teil und kosten viel Charme der Zombiereihe.

Fazit Tagebuch der Apokalypse 3

Ich hatte mich auf das Buch gefreut, aber der dritte Teil zeigt deutliche Schwächen. Wer die ersten beiden Bücher las, wird sich davon trotzdem nicht abbringen lassen und die Trilogie vervollständigen. Rückblickend war Band 1 der stärkste Teil, gerade weil der handelnde Personenkreis noch eingeschränkt war und es dadurch viele Details beschrieben wurden. Der Einzelkämpfer, welcher sich auf die Zombies vorbereitet und abschottet verliert einfach nichts von seinem Charme. Global gesehen schwächelt die Trilogie vor allem gegen Operation Zombie. Wer ein eingefleischter Fan des Genres ist, wird die Tagebücher auch so zu schätzen wissen, nicht zuletzt weil sie über eine lange Zeit als Blog im Netz erschienen sind und danach erst als literarisches Werk veröffentlicht wurden.

Meine Leseempfehlung für Genre-Leser ja, für den Durchschnittsleser eher nein, weil es am Ende dann doch zu abgefahren wird und damit sind nicht die Zombies gemeint…

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Buchbesprechung

Die Akte – Artemis Fowl

Zu Artemis Fowl gibt es, wie das bei vielen längeren Romanreihen ist, noch ein Zusatzbuch, hier heißt es Die Akte. Enthalten sind einige Spielereien, so beispielsweise ein Untergrund-Rätsel, ein fiktives Interview mit den Charakteren, ein echtes Interview mit dem Autor, die gnomischen Alphabete und anderer Kleinkram. Deswegen wird sich das Buch jedoch keiner kaufen, denn es geht den Käufern des Buches nur um eines: Die beiden Kurzgeschichten.

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Buchbesprechung

Woyzeck

Wie kann man denn ein Büchlein mit kaum 30 Seiten rezensieren? Das hat man doch in 10 Minuten durchgelesen. Und was sucht ein solcher alter Schinken eigentlich hier? All diese Fragen wollen wir heute versuchen zu beantworten, denn es geht um ein Dramenfragment von Georg Büchner, einen deutschen Schriftsteller und Übersetzer des frühen 19. Jahrhunderts, der in der Zeit des Vormärz aktiv war und zu den wichtigsten Schriftstellern dieser Zeit zählt.

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Buchbesprechung

Das Arschlochglass

Vielleicht kennt der eine oder andere die Fernsehserie New Girl. Zu dieser erschien das Buch das Arschlochglass: die endgültige Abrechnung eines Genies. Angeblich geschrieben vom Filmcharakter Schmidt. Das Arschlochglass ist aus der Fernsehserie bekannt, denn immer wenn Schmidt sich daneben benimmt, muss er eine gewisse Strafe in Glas abführen. Aus seiner Sicht der Dinge, ist er ein verkanntes Genie und hat deswegen alle Verfehlungen in diesem Buch aufgezählt.

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Buchbesprechung

Dear Germany

Ganz unschuldig grinste mich dieses Buch aus einer Kiste voller Mängelexemplare an. Der Klappentext sagte mir durchaus zu und so packte ich es ein. Später las ich dann bei Amazon, dass dieses Buch von den Kunden durchweg schlecht bewertet wird, da fallen Sätze wie „Wäre die lieber in Amiland geblieben“. Die Rede ist von Dear Germany, einem autobiografischen Werk von Carol Kloeppel, die sich in Amerika in den bekannten RTL-Journalisten Peter Kloeppel verliebte und ihm dann nach Deutschland folgte.

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Buchbesprechung

Azrael die Wiederkehr

Nach dem Erfolg von Azrael tat Hohlbein etwas durchaus Nachvollziehbares – er schrieb einen Nachfolger. Warum das nicht hätte sein müssen, schauen wir uns heute an.

Es scheint alles wie zuvor. Wir sind noch immer in Berlin und es passieren wieder bizarre Selbstmorde. Bremer hätte eigentlich tot sein müssen, aber hat irgendwie überlebt und lag nur einige Zeit im Koma. Er wird vom Dienst suspendiert und eine gewisse Angela scheint ihn zu verfolgen, während gleichzeitig Gehirnaktivitäten von einem scheinbar toten Menschen in einem Geheimlabor gemessen werden.

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Buchbesprechung

Ensel und Krete – Walter Moers

Walter Moers gehört zu den wenigen Autoren, die gleichzeitig leicht verständliche Fantasy schreiben und einen hohen literarischen Anspruch haben. In Ensel und Krete, einer Abstraktion des klassischen Märchens, stellt er dies erneut unter Beweis.

Wir befinden uns in Walter Moers großer Welt, Zamonien. In dessen Wäldern sollte man nicht vom Weg abkommen, was die beiden Geschwister Ensel und Krete natürlich trotzdem machen. Um sich nicht zu verlaufen, streuen sie Himbeeren; netterweise sammelt ein Stollentroll sie ihnen auf, sie hätten sie ja verloren. – Also durchleben sie im Wald viele Abenteuer.

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Buchbesprechung

Der Schwarm

Der heutige Roman gehört zu den längsten, die ich an dieser Stelle besprochen habe. Fast 1000 Seiten in mikroskopisch kleiner Schrift umfasst er und er war der Durchbruch des deutschen Schriftstellers Frank Schätzing. Die Rede ist von seinem monumentalen Werk „Der Schwarm“.

Zunächst scheint es einzelne merkwürdige Ereignisse zu geben. Seltsame Tiefseewürmer, verschwindende Fischer und Wale, die Boote angreifen. Ereignisse, die scheinbar in keinem Zusammenhang stehen. Die Vorfälle werden von Wissenschaftlern untersucht, aber nichts scheint einen Sinn zu ergeben. Dann wütet ein Tsunami über Nordeuropa.

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Buchbesprechung Ratgeber

Die 4-Stunden Woche

Gerade habe ich das Buch „Die 4-Stunden Woche – mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben“ aus den Händen gelegt und mit diesen ganz frischen Eindrücken liegt nichts näher, wie eine kleine Buchbesprechung zu schreiben. Das Buch wurde von Timothy Ferriss geschrieben, der sein Geld vor allem mit Brainquicken machte und für seinen äußerst ungewöhnlichen Lebensstil bekannt ist. Ob dieser Ratgeber nun die große pure Weisheit verkündet soll dieser Artikel klären, ebenso ob sich die Lektüre lohnt.

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Buchbesprechung Ratgeber

How to get Gelassenheit

Direkt zum Erscheinungstermin durfte ich „How to get Gelassenheit“ direkt vom Verlag lesen (2. Auflage). Der Autor Patrick Lynen zeigt auf 190 Seiten, wie man etwas ruhiger durchs Leben kommt. Der Titel sprach mich direkt an und mit dem Wissen, dass ich in gewissen Situationen gerne mal meine ruhige Art verlieren kann, passte es perfekt in die Lesezeit. Zudem lag ich durch eine kleine OP während der Lektüre einige Tage im Krankenhaus. Hier ist für Patienten Geduld und Ruhe gefragt, folglich die perfekte Umgebung um die Tipps aus dem Buch anzuwenden.

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Buchbesprechung

Die Arena

Stephen King war ja hier schon häufiger Thema und auch heute nehmen wir uns wieder einen Roman von ihm vor. Heute schauen wir uns eines seiner längsten Werke an, Die Arena heißt es und umfasst knapp 1300 Seiten.

Eine seltsame Kuppel, sie nannten sie den Dome, schirmt eine kleine Stadt ab. Nach einiger Zeit kämpfen die Bewohner nur noch ums blanke Überleben, gleichzeitig ist ein Diktator auf dem Weg, trotz gegenteiliger Anweisungen des Präsidenten, die Macht in seinen Händen zu vereinen. Der vom Präsidenten angeordnete Vorsitzende muss ich nun Vorwürfen von Vergewaltigungen stellen, die eigentlich der Diktator begangen hat. Nach einer verheerenden Feuersbrunst sind kaum noch Menschen am Leben. Diese finden nun innerhalb der völlig vergifteten Luft einen Weg nach draußen und erfahren endlich, wo diese mysteriöse Kuppel eigentlich herkam.

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Buchbesprechung Horror

Tagebuch der Apokalypse 2

Dies ist die Buchbesprechung zu Tagebuch der Apokalypse Band 2 von J.L. Bourne. Die Buchkritik zum ersten Band findet man hier, so dass man etwas mehr vom Thema weiß. Zudem eine kleine Warnung, da es in der Inhaltsbeschreibung zum einen oder anderen Spoiler kommen kann. Wer also das Lesevergnügen uneingeschränkt genießen möchte, sollte diesen Teil überspringen.

Tagebuch der Apokalypse Band 2 – Inhalt

Der zweite Teil des Tagebuchs der Apokalypse beginnt nach dem Angriff der Banditen auf das Hotel 23. Die Umzäunung ist beschädigt und marodierende Zombiehorden überschwemmen das Gelände. Nach einer Säuberung und Ausbesserung der Umzäunung ist es an der Zeit die Umgebung genauer zu erkunden. Immer noch ist das Flugzeug aus dem ersten Teil in der Nähe und so bricht man zu einem nahen Flugplatz auf und findet dort die Nachricht einer überlebenden Familie Davis am Lake Charles.

Schließlich macht er sich auf den Weg mit der einmotorigen Cessna und startet eine Rettungsaktion. Immer mehr kommen die alltäglichen Probleme der neuen Welt in den Vordergrund. Technische Hilfsmittel werden knapper, medizinische Unterstützung ist nur durch Eigenversorgung gewährleistet und die Isolation fordert auch ihren Tribut.

Anfang Juli hilft man einem kleinem militärischen Spähtrupp aus der Scheiße. In der Folge wird Hotel 23 vom Rest eines Marinechors aufgespürt. Unser Held ist dadurch gezwungen sich als Offizier zu erkennen zu geben, damit er fortan als Kommandant des Hotels 23 gilt. 22 neue Soldaten werden dem Hotel 23 zugeteilt. Mehr Menschen bedeutet neben mehr Sicherheit, aber auch mehr Verbrauch von Ressourcen und Vorräten. Gefährlicher Wassermangel macht sich breit und weitere Beschaffungsmissionen folgen. Nachdem der Stützpunkt mit allen Überlebenden ins Hotel 23 verlegt wird, steigt die Anzahl der Bewohner auf 113 an. Schließlich wird vom Oberkommando auf einem Flugzeugträger ein Hubschrauber stationiert, der aber unserem Held auf einem Erkundungsflug fast das Leben kostet. Als einziger Überlebender der Hubschrauberbesatzung und schwer verletzt macht er sich auf um zurück zum Hotel 23 zu kommen. Es wird immer klarer, dass verstrahlte Zombies auf eigenartige Art und Weise mutieren und noch gefährlicher sind, als ihre unverstrahlten Artgenossen. Auf seiner abenteuerlichen Reise findet er Kontakt zu einem automatisiertem Überwachungssystem, welches sich auf Drohnen stützt. Zudem findet er einen weiteren Begleiter, der anscheinend eine dunkle Vergangenheit verbirgt. Glücklich zurückgekehrt wendet sich das Drohnensystem Remote 6 gegen Hotel 23 und vor allem gibt es komische Befehle aus. Leider muss das Hotel 23 geräumt werden, als eine riesige Horde Untoter angreift.

Buchkritik Tagebuch der Apokalypse

Im Gegensatz zum ersten Band zeigen sich einige inhaltliche Schwächen. Zudem tappt der Leser unweigerlich ein wenig im Dunkeln herum und erfährt zumindest in diesem Buch keine Aufklärung. Warum gibt es es Remote 6 und was steckt dahinter. Das Herumstreifen abgestürzt in der Wildnis erinnert zu sehr an die ersten Tage nach der Epedemie und gleicht diesem auch teilweise. Zudem kann man schon absehen, dass Killroy wieder in den Stützpunkt zurückfinden wird.

Ganz smart ist der neue „dunkle Begleiter“ Killroys gestaltet. Er erinnert zwar zu stark an den schwarzen Araber aus der Robin-Verfilmung mit Kevin Costner, aber als Sidekick macht er eine sehr ordentliche Figur.

Bedenkt man, dass die Bewohner nun eine sichere Bleibe mit dem Hotel 23 besitzen, hätte ich mir gewünscht, dass sie möglichst schnell versuchen ihren zivilisatiorischen Bereich auszubauen und ein Gebiet erschaffen, in dem wieder so etwas wie Normalität herrscht. Stabile unüberwindbare Barrikaden, automatische Fallen, die herumpirschende Zombies zerlegen, vielleicht ein wenig Ackerbau. So bleiben die Bewohner etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Trotz aller Kritik war das Tagebuch der Apokalypse Teil 2 sehr lesenswert und hatte seine spannenden Momente. Ich habe es gern gelesen und empfehle es gerne weiter. Wer sich auf dem Gebiet der Zombieliteratur aber neu fühlt, sollte unbedingt mit der Nacht der lebenden Toten anfangen oder zu Operation Zombie greifen.

Von mir gibt es also eine Leseempfehlung!

Vorlage:

Tagebuch der Apokalypse Band 2, J.L. Bourne
Heyne Verlag
ISBN: 978-3453528192

Kostenlose Zombiespiele bei uns auf der Seite

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Buchbesprechung

Das Parfum

Unser heutiger Roman wurde in 48 Sprachen übersetzt und hat über 20 Millionen Exemplare verkauft. Er hielt sich nach seinem Erscheinen neun Jahre lang in der Spiegel-Bestsellerliste und es erschien auch erst nach neun Jahren die Taschenbuchausgabe. Die Rede ist von Patrick Süskinds Welterfolg „Das Parfum“. Unter anderem kommen in diesem Artikel gleich zwei Meinungen vor: einmal die unseres Gastbloggers und unseres Admins höchstpersönlich.

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Buchbesprechung Ratgeber

Investmentpunk

Ich durfte kürzlich Investmentpunk – Warum ihr schuftet und wir reich werden von Gerald Hörhan lesen. Ein Investmentbanker spricht Tacheles und zeigt den Arbeitern in der Tretmühle, dass sie sich wahrscheinlich für den falschen Weg entschieden haben. Dabei wird mit Systemkritik nicht gespart und es gibt auch direkte Beispiele Herr Hörhans aus seinem eigenen Investitionsgebaren.

Investmentpunk Inhalt

Die ersten Kapitel erzählen zunächst die Geschichte, warum der Beruf des Unternehmers, bzw. des Bankers und insbesondere des Investmentbankers einen so schlechten Ruf besitzt. Hinzu liest man blumige Erklärungen, warum dem eigentlich gar nicht so ist und weswegen die Kritiker im Grunde nichts richtig machen. Zumindest in Bezug auf Geld. Das Fahrzeug des Autors, ein Aston Martin findet dabei häufiger Erwähnung.

Im weiteren Verlauf des Ratgebers werden konkrete Invests unter die Lupe genommen und spielerisch deren Story erzählt. Zeitgleich werden alle Anschaffungen unter die Lupe genommen und Alternativen aufgezählt. Ebenso kritisch wird die Anschaffung eines Eigenheims für Arbeitnehmer analysiert und ein alternatives Immobilieninvest aufgezeigt.

Finanzgeschäfte und Finanzprodukte stehen nicht im Mittelpunkt, bekommen aber durch einfache Regeln eine gewisse Überschaubarkeit. Dafür werden am Ende des Buchs direkte Handlungsanweisungen ausgegeben, die eine finanziell freiheitliche Zukunft garantieren soll, nicht ohne dabei auf reichlich persönliche Geschichten zu verweisen.

Buchkritik Investmentpunk

Ich gebe zu, ich wurde von einem Freund zur Lektüre gezwungen, aber ein Punker als Investmentbanker ist auch so verlockend.  Die ersten Kapitel sind mir ein wenig zu hart, aber wahrscheinlich bin ich auch nicht das Zielpublikum. Vielleicht muss der normale Arbeiter im Hamsterrad zunächst aufgerüttelt werden, damit er auch ganz sicher erkennt, dass er eigentlich ein scheiß Leben hat.

Der Mittelteil, in dem Invests behandelt werden, war dagegen schon sehr spannend,  kann aber auf ein paar Kernthesen gekürzt werden.

  • Immobilieninvests laufen werden mit 20% Eigenkapitalanteil + NK gemacht. Der Rest ist fremdfinanziert über die Bank und die Fremdfinanzierung muss durch die Miteinnahmen gedeckt sein. Zudem sexy Citylage, 1 – 3 Zimmer und Rendite mindestens bei 5%.
  • Geld wird nur gegen direkte Sicherheit verliehen und das Darlehen überschreitet nicht 70% des Sicherheitswerts.
  • Ausstehende Gelder werden gnadenlos, direkt und persönlich eingetrieben.
  • Gut gebraucht ist immer besser, als sauteuer und neu.
  • Finanzanlagen, die man nicht komplett versteht, macht man nicht.
  • Finanzanlagen haben auch mindestens 5% zu bringen.
  • Hat man einen Anlagenplan gefunden, wird er stur durchgezogen, ganz unter dem Motto: Wenn es einmal läuft, dann auch zweimal.
  • Lerne, damit man noch mehr Geld verdient.
  • Gib kein Geld für Frauen und Autos aus. Das sind keine Vermögenswerte, sondern Kostenfaktoren.

Im Endeffekt sind das solide Investment-Tipps, die auch jeder für sich anwenden kann. Leider wird nicht gesagt, wo man solche Investments findet, aber dies liegt wahrscheinlich auch an der aktuellen Finanzlage. Zudem darf man nicht vergessen, dass Investmentpunk schon 2011 erschien und da war die Welt noch einigermaßen in Ordnung. Für mich persönlich konnte ich dem Buch entnehmen, dass meine Anlagestrategie durchaus erfolgreich ist und fühle mich auf meinem Weg bestätigt.

Am Ende des Buchs wird den Lesern, bzw normalen Arbeitnehmern noch einmal kräftig ins Gewissen geredet. Die Schuld wird hierbei komplett abgewälzt, teilweise auf das System, teilweise auf die Leute, die es eben mit sich machen lassen. An dieser Stelle fehlt allerdings der Hinweis, dass es durchaus wichtige Jobs im Arbeitnehmerverhältnis gibt, die für die Gesellschaft unbedingt nötig sind. Ich hätte keine Lust in einer Welt zu leben, in der es schwierig ist Müllmänner, Krankenschwestern, Ärzte, Lehrer, Polizisten, usw. als selbstständige Unternehmer zu sehen. Sicherlich ist die Systemkritik durchaus berechtigt und gerade im Bezug auf das Bildungssystem trifft sie voll ins Schwarze.  Man wird in der Schule nicht zum Unternehmer ausgebildet und auch in der Universität wird man kaum irgendwelche relevanten Informationen bekommen. Das Unternehmertum muss man erlernen und sich trauen, ansonsten sollte man einen anderen Weg einschlagen und versuchen mit diesem möglichst glücklich zu werden.

Übrigens halte ich es für eine sehr smarte Marketingtaktik, sich als etwas außenstehender Invest-Punk darzustellen, der das System mit seinen eigenen Mitteln schlägt. Das macht Eindruck und das verleitet jedem Gedanken unkritisch zu folgen. Letztendlich muss man aber seinen eigenen Kopf einschalten und seinen eigenen Weg finden.

Fazit Investmentpunk

Kurzweilig, für die Zielgruppe informativ und aufrüttelnd. Für Unternehmer und Investoren geht das Buch nicht genug in die Tiefe, ist aber trotzdem unterhaltsam.  Sollte Gerald Hörhan in der Nähe einen Vortrag halten, werde ich ihn sicher besuchen und mir ein eigenes Bild von der Person machen. Menschen, die mir ihrem Job und ihrem Leben unzufrieden sind, werden einige Denkanstöße aus dem Ratgeber ziehen können und so sollte es letztendlich auch sein.

Zugrunde liegende Ausgabe:

Investmentpunk – warum ihr schuftet und wir reich werden | Gerald Hörhan
Taschenbuch:192 Seiten Kategorie: Ratgeber
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548373844
ISBN-13: 978-3548373843

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Buchbesprechung

Das erste Horn

Richard Schwartz, der ausschließlich unter diesem Pseudonym schreibt, hat seit 2006 eine Reihe von Romanen veröffentlicht, von denen wir uns heute den ersten Band ansehen werden. Es ist der Auftakt zu einer sechsbändigen Serie, der eine weitere, bis dato vierbändige, Serie folgt. Das erste Horn heißt es, es ist der Auftakt der Serie Das Geheimnis von Askir.

Wir treffen einen älteren Mann, der in ein Gasthaus einkehrt und auf eine hochgestellte Magierin trifft. Die beiden lernen sich kenne, können sich nicht einschätzen, aber er gewährt ihr trotzdem Schutz vor den Söldnern im Gasthaus. Bereits in der ersten Nacht passieren mysteriöse Dinge. Ein Werwolf tötet einen Bediensteten. Bei der Nachforschung stoßen die beiden auf Katakomben einer längst vergessenen Zeit. Der Gasthof verweilt im Auge eines Sturmes und unter den extremen Wetterbedingungen findet die beiden heraus, was vor langer Zeit passiert ist, als die Stimmung unter den Söldnern zu kippen droht. Doch sie positionieren sich, als es gegen Ende darauf zugeht, die alte Zeit wieder aufleben zu lassen.

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Horror

Tagebuch der Apokalypse 1

Komische Gerüchte kommen aus China. Ein Militäroffizier der Luftwaffe wird aufmerksam und denkt sich seinen Teil. Auch wenn alles noch recht ungenau scheint, so sagt ihm sein Instinkt, sich zumindest ein wenig mit Vorräten einzudecken und alles in Ordnung zu halten. Die Geschichte spielt am Rande von San Antonio – Texas – USA. Eine Seuche geht um, doch die Regierung beschwichtigt die Bevölkerung und meint, es sei alles in Ordnung.

Tagebuch der Apokalypse – Inhalt

Unser Offizier schreibt Tagebuch und so werden wir Zeuge, wie ein einzelner Mensch sich seiner Umgebung Tag für Tag mehr anpasst und versucht allen Widrigkeiten zu begegnen. Schließlich wird klar, dass es sich bei der Seuche um eine Zombieapokalypse handelt und die ganze Welt ist davon betroffen. In einem letzten Aufgebot der Regierung werden die großen verseuchten Städte mit Atomwaffen angegriffen. Große Teile Amerikas sind darauf hin nicht nur verseucht, sondern auch verstrahlt.

Mit seinem überlebenden Nachbarn John macht sich unser Held auf den Weg. Vielleicht ist Held nicht das richtige Wort, sondern eher ein Kerl mit einer militärischen Ausbildung der eben tut, was getan werden muss. Sein Ziel ist es zu überleben und das seines Mitstreiters ebenso. Die Kommunikation bricht zusammen, Vorräte werden knapp und die Zombies reagieren auf Geräusche. Schusswaffen sind somit nur im absoluten Notfall zu gebrauchen und auch nur gezielte Kopfschüsse bringen das gewünschte Ergebnis.

Schließlich können sie sich in ein Raketensilo flüchten, welches von seinen ehemaligen Bewohnern Hotel 23 getauft wurde. Marodierende Banden ziehen durchs Land und greifen sogar die Verteidiger des Hotel 23 an. Auch sie sind nur auf der Suche nach Vorräten.

Tagebuch der Apokalypse Buchbesprechung

Ich hatte kurz vor dem Tagebuch der Apokalypse ja Mel Brooks Operation Zombie gelesen und das war für mich auch das Buch meines Lesejahrs 2014. Eine globaler Zombieangriff, der in allen Bereichen (sozial, ökonomisch, regional) beschrieben wird. J.L. Bournes Tagebuch dagegen wirkt wie ein ausführlicher einzelner Beitrag aus Operaton Zombie – ein Einzelschicksal ungeschont und detailreich beschrieben.

Der Protagonist geht geplant, äußerst vorsichtig und zielstrebig an seine Verteidigung. Gerade zu Anfang ahnt der Leser schon, in welche Richtung sich das Buch entwickelt, aber letztendlich reagiert man nur auf die äußeren Umstände. Es wird getan, was getan werden muss und Killroy ist ziemlich gut darin. Sicherlich haben die Tagebücher große Vorbilder in der Literatur, so liegt die Schreibform Bram Stockers Dracula sehr nahe und die Geschichte ist zumindest im ersten Buch eine ausführlichere Beschreibung von die Nacht der lebenden Toten. Dies ist kein Vorwurf, gerade weil alle Zombiebücher auf die Nacht der lebenden Toten basieren, sondern ich sehe es eher als Huldigung des Urvaters. Vielleicht ist auch noch ein kleiner Einschlag Robinson Crusoe dabei, da sich unser Held mit den Mitteln, welche ihm zur Verfügung stehen in seinem Haus, bzw. seiner kleinen Insel einrichtet. Erst als sich die Truppe zusammenfindet und schließlich ins Hotel 23 einzieht, kommt etwas Bewegung in die Geschichte.

Fazit Tagebuch der Apokalypse

Wer auf Zombies steht, sollte sich das Tagebuch nicht entgehen lassen. Wer sich dagegen eher zu einem Thriller berufen fühlt, kann durchaus darauf verzichten. Literarisch mag es nicht die größte Leistung sein, aber der Schreibstil ist gut gemacht und der Geschichte angepasst. Ein besonderes Schmankerl sind die handschriftlichen Anmerkungen in der Taschenbuchausgabe und die Skizzen, die dem Leser eine gewisse Authentizität vorgaukeln. Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung, die aber durchaus von persönlichen Präferenzen bestimmt sein könnte.

 

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453527933
  • ISBN-13: 978-3453527935
  • Originaltitel: Day by Day Armageddon
  • Größe: 11,8 x 2,8 x 18,8 cm

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Buchbesprechung

Du sollst nicht lügen

Erst letztlich bin ich günstig zum Buch „Du sollst nicht lügen – Von einem der auszog, ehrlich zu sein“ gekommen. Natürlich liegt nichts näher eine ehrliche Buchbesprechung zum Werk zu liefern. Der Autor Jürgen Schmieder ist während seiner Arbeit bei der Süddeutschen auf die Idee gekommen 40 Tage lang um jeden Preis ehrlich zu sein und berichtet im Buch von seinen Erfahrungen aus dieser Zeit.

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Buchbesprechung

Wilde Reise durch die Nacht

Walter Moers ist vor Allem durch seine Zamonien-Reihe und seine Das kleine Arschloch Comics bekannt. Bei unserem heutigen Werk handelt es sich um ein Experiment. Zu 21 Holzschnitten von Gustave Doré hat sich Moers eine Geschichte ausgedacht, in der Gustave selbst als Hauptcharakter auftritt.