Das Cover zu Titan

Titan

Titan ist der deutsche Titel des zweiten Buches von Robert Harris um Marcus Tullius Cicero und seinem Sklaven Tiro. Der englische Titel des Buches lautet „Lustrum“. Am Anfang des Buches gibt es auch eine kurze Erklärung dieses Begriffes, was „Lustrum“ zu einem einzig sinnvollen Titel für das Buch macht. Was auch immer den Verlag dazu bewogen haben mag daraus den Titel in „Titan“ zu machen, kann ich einfach nicht verstehen. Davon einmal abgesehen, hat man mit „Titan“ die gelungene Fortsetzung zu dem Buch „Imperium“.

Handlung:

Die Geschichte wird wieder aus der Sicht von Ciceros Sklaven Tiro erzählt und ist wieder in mehrere Teile gegliedert.  Wie sich schon gegen Ende von „Imperium“ abzeichnet dreht sich die Handlung nun um die Catilina-Verschwörung. Ausführlich aber auch sehr eindringlich beschreibt Robert Harris in der Person des Tiro über die Vorgänge.

Das Buch beginnt mit Fund eines grausam exotischen Mordopfers zu dem Cicero herbei gerufen wird. Dieser ist inzwischen designierter Konsul und soll in zwei Tagen sein Amt antreten. Der Mordfall gilt nur als Auftakt für das, was den Leser in diesem Buch erwarten wird. Unklar bleibt, wer der Täter ist.  Bekannt ist nur, dass es sich bei dem Opfer  um einen Sklaven von Hybrida handelt, der mit Cicero das Amt des Konsuls ausführen wird.  Da Cicero nicht weiß, was er damit anfangen soll, lässt er die Sache erst einmal unter den Tisch fallen.

Überrascht wird Cicero als eine Reihe Senatoren unter der Führung seines Rivalen, Hortensius Hortalus, bei ihm zu hause einfindet. Mit dabei ist ein alter, seniler Patrizier namens Rabirius, dem ein Verbrechen zur Last gelegt wird, welches die Bezeichnung Perduellio trägt. Die ist ein veraltetes Wort für Hochverrat, was allerdings nicht mit Exil, sondern mit Kreuzigung bestraft wird. Des weiteren wird der Fall, der übrigens vierzig Jahre zurück liegt, nicht vor einem Geschworenengericht, sondern von zwei Richtern entschieden. Hier trifft nun Cicero das erste Mal in diesem Buch auf Gaius Julius Caesar, der einer der beiden Richter in diesem Fall ist.

Mit Caesar gerät Cicero auch aneinander, da durch einen seiner Volkstribune namens Rullus, ein Gesetzesvorschlag eingebracht wird, der die Landverteilung in der römischen Republik neu ordnen soll. Dem Senat würde damit jede Kontrolle über die Verteilung entzogen werden und eine Kommission aus bestimmten Leuten würde über die Ländereien verfügen.

Als Konsul muss Cicero viele Vorgänge im Auge behalten und hat sich nicht nur Freunde gemacht. Er erfährt, das der ermordete Sklave bei einer festlichen Veranstaltung von seinem Gegenspieler Catilina erschlagen wurde um einen Eid zu besiegeln, den Catilina jedem Anwesenden abgenommen hatte. Die Ermordung Ciceros.

Die Handlung des Buches führt uns nun zu dem, was als die Catilina-Verschwörung in die Geschichte eingegangen ist und was Cicero zum Pater Patriae, zum Vater des Vaterlandes machte.

Fazit:

Das Buch ist die gelungene Fortsetzung von „Imperium“. Falls man ein actionreiches Spektakel erwartet, man bei „Titan“ falsch. Erwartet man eine Geschichte mit einer größtenteils historischen Korrektheit, ist man hier genau richtig. Mir persönlich gefällt dieser Roman, da er auf unterhaltsame Art und Weise  Geschichte näherbringt.

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