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Warum Liverollenspiel – LARP

Es geht um Spass

Ein wunderbares Hobby, allen geht es hier nur um eins: Spaß! Auch in der Erlebnispädagogik wird Live-Rollenspiel immer beliebter. Es könnte auch mit Improvisationstheater verglichen werden, weswegen es einige auch schon zur Kunstform erklärt haben. Jeder Laienschauspieler kann eine selbstgewählte Rolle übernehmen und frei mitspielen. Die Entscheidungen im Spiel haben natürlich für die Geschichte auch unabänderliche Folgen. Ein Zwischenspeichern wie bei Computerspielen ist nicht möglich. Wer einen Drachen piesackt, dessen Charakter muss durchaus mit den Konsequenzen rechnen. Im Gegensatz zum gesicherten Erfolg im Hollywood-Popkorn-Kino, kann beim Rollenspiel der liebevoll entwickelte Charakter auch sterben. Die Charaktere gehen „richtige“ Wagnisse ein und bestehen Abenteuer, was sich die Spieler und Spielerinnen im realen Leben nicht trauen würden. Manche Leute möchten mal jemand ganz anderes sein, hier wird die Angestellte zur Meistermagierin und der Manager kann sich als einfacher Schmied versuchen. Das reale Leben interessiert die Spielerinnen und Spieler hier nicht, zumindest nicht während alle noch In-Game, also im Spiel sind. Manche wollen ihre Neugier ausleben, manche wollen Entdeckungen machen, manche Abenteuer erleben und (gespieltes) Risiko eingehen.

Schon Oscar Wilde sagte „Denken ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis.“. Auch deshalb erfreuen sich Live-Rollenspiele wachsender Beliebtheit, die Teilnehmer erleben eine Auszeit vom vertrauten sozialen Umfeld und den alltagsbedingten Verpflichtungen. Als elfische Bogenschützin ein Wochenende durch den Wald zu streifen, mag sich für viele Menschen völlig zweckfrei anhören und es steht auch in keinem typischen Lebenslauf. Rollenspiel ist etwas, das man nicht unbedingt an die große Glocke hängt, denn von Außen betrachtet scheint es seltsamerweise nur drei Meinungen zum Hobby Rollenspiel zu geben. 1. „Was ist Rollenspiel?“: Viele Menschen können sich darunter nur schwer etwas vorstellen. 2. „Freaks!“: Manche Menschen tun sich schwer damit, den Spaß am Rollenspiel nachzuvollziehen und können nur mit einer Distanzierung damit umgehen. 3. „Voll geil!“: So könnte die Aussage eines begeisterten Spielers lauten. Zwischen diesen drei Ansichten gibt es nicht viele differenzierte Meinungen.

Und doch nehmen immer mehr Leute jeden Alters an solchen Veranstaltungen teil, auch für Kinder gibt es Angebote. Hier kann man mit den Freunden zusammen Abenteuer erleben und muss keine Kompromisse, ob Kino oder Kneipe, eingehen. Besonders die Live-Rollenspiele im Bereich der Fantasy erfreuen sich großer Beliebtheit. Viele Menschen werden von den fantastischen Elementen angesprochen, so wie sie auch ‚Der Herr der Ringe‘, ‚Das Lied von Eis und Feuer‘ oder andere Fantasy-Literatur lesen oder im Kino schauen. Dort ist es ganz anders als im sorgengeplagten Alltag. Zumindest in kleinen Bereichen erhalten sich die Menschen sich diese magische Welt, in der ganz viel möglich ist und sie zu großen Helden werden können.

Was wird aus den Abenteurern?

Apropos Helden: Was wurde aus Alrune und ihren Gefährten? Eberhelm wurde von dem Werwolf zu Boden gerissen und seine Kameraden mussten unbeweglich und hilflos zusehen, wie er versuchte, an seinen Bogen zu kommen. Schon wollte ihm das Untier in die Kehle beißen, da rollte sich Eberhelm herum und riss das Biest mit. Eberhelm lag mit seinen Knien auf den Vorderklauen des Untiers und drückte ihm die Kehle zu. Es konnte noch so sehr strampeln, ihm ging die Luft aus. Bald lag es nur noch schlaff am Boden und Eberhelm stand keuchend auf. Schon fror er wieder ein, worauf sich Nedime bewegen konnte. Ein Dämon erschien mit einer irren Fratze und langen Reißzähnen, die langen haarlosen Arme endeten in messerscharfen Klauen. Nedime schluckte. Doch er grunzte: „Willst du die Siegerin sein, mache immer den besten Reim. Was sagst du zu dieser fiesen Queste?“ Ein Wettbewerb im Reimen. Nedime schluckte noch einmal, dann antwortete sie schnell: „Kein Problem, bring noch Gäste. Du wirst untergehen mit Schimpf und Schande.“ Nach einiger Zeit hatte Nedime gesiegt und der Dämon trollte sich. Jurge war an der Reihe und kämpfte gegen einen riesigen Oger mit einer ebenso riesigen Keule. Er siegte ebenso wie Alrune, die gegen einen Kobold im Tierstimmenimitieren gewann. Für Rahjan sah es im Kampf gegen einen südländischen Schwertkämpfer nicht gut aus, er hatte schon einiges einstecken müssen, da taumelte er zurück und stieß gegen seinen Bruder. Diesem flüsterte die Spielleiterin zu: „Du wurdest angestupst, du kannst dich wieder bewegen!“ Und gemeinsam siegten die Brüder und erhielten als Trophäe den Stein des Waldes, der ihnen und den anderen Spielern an diesem Wochenende noch viel helfen sollte.

Klaas und Christian

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