300 Euro an der Pinnwand

Im Monat mit 300 Euro auskommen


Im November versuche ich ein kleines Experiment und möchte mit 300.- € auskommen. Nicht, dass es nötig wäre, aber Weihnachten steht vor der Tür, nächstes Jahr soll es mal ein größerer Urlaub werden und die Zweitvilla im Grünen verursacht auch nur Kosten. Ganz nebenbei wird andauernd über die Bewillingsgrenzen für Hartz IV Empfänger gesprochen. Um auf diesem Gebiet ein wenig mitreden zu können, sollte ich es zumindest einmal ausprobiert haben.

300 Euro an der Pinnwand
Die 300 Euro im November

Hier könnt ihr meine wunderschöne Pinnwand sehen, auf der ich fein säuberlich mein gesamtes Budget für November aufgehangen habe.

These und Aufbau

Einerseits wird in den Medien geschimpft, wie wenig Geld Hartz IV Empfänger pro Monat zur Verfügung haben und nicht am soziokulturellen Leben teilnehmen können. Andererseits werden immer wieder Stimmen laut, es wäre mehr als ausreichend und man könne damit ein gutes erfülltes Leben führen. Der Regelsatz für Hartz IV liegt derzeit bei 359.- € und um allen gütlich zu werden und nicht in Diskussionen zu verfallen, werde ich mich auf 300.- € beschränken. Somit sollten die Kosten für Strom und Heizung, sowie ein Teil für Klamotten schon abgegolten sein.

Täglich werde ich mir 10.- € von der Pinnwand nehmen und meinen Tag damit gestalten. Geld darf nicht schon früher benutzt werden, Reste der Vortage bleiben zu meiner Verfügung erhalten.  Berufliche Anschaffungen und laufende Rechnungen, wie zum Beispiel Hostingkosten oder Reisekosten zur Kundschaft, werden direkt vom Konto bezahlt und betreffen nicht die 300 Euro. Sehr wohl aber der Verzehr, den ich zum Beispiel außer Haus habe. Zusätzlich soll ein Haushaltsbuch über alle Ausgaben geführt werden.

Die Fragestellung lautet: Ist es möglich mit 300 € grundsätzlich am sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen, sich gut und gesund zu ernähren und in allen öffentlichen Bereichen zu partizipieren?

Zielsetzung 300 Euro Experiment

Ein Punkt ist sicherlich einen Monat lang zu sparen und etwas auf die Seite zu legen. Allerdings erhoffe ich mir auch einen interessanten und neuen Blick auf mein Geld zu erlangen. Ein weiterer Punkt ist der Erkenntnisgewinn und natürlich hautsächlich die Beantwortung der aufgestellten Frage / These.

Weitere Vorgehensweise und erste Punkte

Grundsätzlich hören sich 300.- € für mich gar nicht so wenig an. Ich kenne haufenweise Studenten, die weniger als 300.- € pro Monat zur Verfügung haben und davon noch Lernmittel bezahlen müssen. Grundsätzlich habe ich nicht das Gefühlt, dass ich die nächsten 30 Tage am Stück darben muss.

Andererseits kann es durchaus sein, dass ich Verluste in vielen lieb gewonnen Bereichen empfinde. Die tägliche Tasse Kaffee unterwegs wird sicherlich schwierig zu realisieren sein und der kurze Gang zum Bäcker für ein belegtes Brötchen sollte ebenfalls ausfallen.

Meine grundsätzliche Kalkulation geht davon aus, dass ich pro Tag für die Ernährung 5.50 € zur Verfügung habe und 4.50 € dem Rauchen zum Opfer fällt. Sollte das Geld knapp werden, muss ich mich bei den Tabakwaren einschränken. Selbst als Raucher sehe ich allerdings ein, dass Tabak nicht unbedingt zu meinen Grundbedürfnissen zählt und hier schon einen sehr großen Platz für Luxusgüter einnimmt.

Alle paar Tage gibt es hier dann einen Artikel, wie weit das Experiment fortschreitet, wie es mir damit geht und ob ich gewisse Dinge schon vermisse. Welche Einschränkungen ich erleide, ob ich positiv überrrascht bin und welche Ausgaben ich habe, sollen dabei ebenso erwähnt werden.

vorläufiges Fazit:

Es ist mittlerweile der zweite Tag des Experiments und bis jetzt geht es mir ganz gut. Ich habe Kippen, ich ernähre mich, habe aber außer der Arbeit auch noch nicht viel gesehen.

Wenn ich so darüber nachdenke, komme ich aber zum Schluß, dass dies alles gar nicht nötig wäre, wenn die Besucher von Literaturasyl.de mal etwas mehr auf die Werbung achten würden und ich mir endlich einen Porsche, einen Hawaiurlaub und eine kleine Villa direkt am Ufer des Genfer Sees leisten könnte…

Es ist übrigens keinesfalls mein Anliegen Hartz IV Empfänger zu defamieren oder mich abfällig zu äußern. Ich möchte mir nur ein eigenes Bild der Lage machen.

Die einzelnen Artikel zum Experiment:

Hartz IV Selbstversuch Teil 2

Hartz IV ein Selbstversuch Teil 3

Andere Experimentseiten zu Hartz IV:

Hartz IV Experiment

Elena Wolf beim Hartz IV Experiment – leider existiert die seite nicht mehr

Ernährung mit dem Regelsatz – leider existiert die Seite nicht mehr

Hartz IV ein Selbstversuch

Hatz IV Selbstversuch Teil 5

Das Hartz 4 Experiment Teil 6

Hartz 4 Versuch Teil 7

Fazit und Ende des Experiments

Veröffentlicht von

Marc

Hi, ich bin der Marc und schreibe ab und zu fürs Literaturasyl. Ich lese gerne, mag die klassische Literatur und halte Bücher für den schönsten Wandschmuck. In letzter Zeit gibt es auch immer öfter ein Hörbuch. Egal ob Roman, Krimi, Thriller oder Sachbuch: wenn es gut geschrieben ist, finde ich es gut.

3 Gedanken zu „Im Monat mit 300 Euro auskommen“

  1. Ich schöre dir, am 20. des Monats wirst du keinen Cent mehr haben, denn du musst auch mal richtig einkaufen gehen und dann geht dein Etat für 3-4 Tage flöten. Ich denke manche haben auch einen viel höheren Stromverbrauch, weil sie Warmwasserboiler in der Wohnung haben. Zum Glück beziehe ich kein Hartz 4, ich wüsste nicht, wie ich damit auskommen sollte.

  2. Wie gesagt, ich werde sehen, wie der Monat verläuft. Allerdings merke ich schon die ersten Einschränkungen. Weiteres folgt aber im nächsten Artikel.

    Gruß

    AMUNO

  3. ok da war der anruf wegen lotto ein wenig unpassend ^^ ziehst du es auch noch durch wenn wir die 17 mios einstreichen :) ?

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