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Das große Problem des Lebens

Heute ein Beitrag aus dem philosophischem Bereich. Der Sinn des Lebens und vor allem eines der größten Probleme der westlichen Hemisphäre: Socken!

Grundsätzlich ist gegen die Socke an sich nichts einzuwenden. Von klassisch schwarz, über diverse Pastelltöne und weiße Sportausführungen bis hin zu ultrahip bunt ist alles vorhanden und hat auch durchaus seine Daseinsberechtigung. Problematisch wird es erst, wenn sie Paarweise auftreten, oder auftreten sollten…

In der Natur der Socke ist dieses Verhalten nur direkt nach dem Kauf verankert und wer weiß, vielleicht auch noch zur Paarungszeit, aber ansonsten stoßen sie sich ab, wie zwei gleiche Pole eines Magneten. Naturphilosophisch ist dies auch durchaus leicht zu begründen, wenn wir uns nur einmal die Evolution betrachten. Nahe Verwandte gehen einfach kein Techtelmechtel miteinander ein, warum sollte es denn bei Socken anders sein? Wir wissen, wozu Inzucht führen kann! Daraus erstellen wir folgende wissenschaftliche Aussage:

Je ähnlicher zwei Socken, desto mehr streben sie auseinander!

Überprüfen wir nun diese Aussage auf einem anderen Weg und starten einen Feldversuch: Man nehme 10 paar weiße Tennissocken und ein paar rote Socken und stecke diese zusammen in eine Waschmaschine. Dort startet man das Kochprogramm und wartet circa 2 Stunden auf das Resultat.
Die roten Socken werden immer noch rot sein und sich nicht weiter vermehrt haben. Hingegeben haben die Tennissocken eine zartes Rose angenommen.
Was ist passiert? Es ist ganz einfach, dass sich die beiden Gegensätze miteinander gepaart haben und die weißen Socken nun mit winzigen Embryonen gesättigt sind, die sie über einen Zeitraum von 100-200 Wäschen austragen. Zur Brutablage ziehen sie sich in die kleinsten Ritzen zurück und werden nie wieder gesehen. Es handelt sich hier um ein unumstößliches Naturgesetz, welches an dieser Stelle nochmals ausformuliert werden soll:

Nach dem waschen einer Menge von Socken größer als 1, wird man in 100% der Fälle eine ungerade Anzahl von Socken besitzen!

Ist natürlich ziemlich doof, wenn man nicht gerade dreibeinig unterwegs ist, aber diese Aussage ist eben unumstößlich.
Besonders schön ist es, wenn man dunkle Socken trägt und diese in verschiedenen Schattierungen besitzt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Paar getrennt den Weg in die Waschmaschine findet. Darauf hin unterscheiden sie sich auf ewig. Bei mehr als 20 Paar Socken erhält man so eine sehr übersichtliche Farbpalette, bei der sich zwar alle irgendwie ähnlich sehen, aber nie wieder die selben sein werden.

Natürlich könnte der Sockenbesitzer, diese ja vorm Waschen zusammenknoten oder verbinden, was aber nur dazu führt, dass praktisch keine Reinigung erzielt wird und man nachher ausgeleierte Socken tragen müsste. Die Socken halten den Menschen also fest in ihrer stahlharten Umklammerung und lassen ihn auch nicht so schnell los.

Für Menschen wie mich, die ein paar Socken mehr besitzen, gleich jeder Tagesanbruch einer offenen Feldschlacht, bis man endlich ein paar Socken gefunden hat.

Sockenschublade

So, ich muss zurück an die Front, es wartet Arbeit…

Euer

AMUNO

Veröffentlicht von

Marc

Hi, ich bin der Marc und schreibe ab und zu fürs Literaturasyl. Ich lese gerne, mag die klassische Literatur und halte Bücher für den schönsten Wandschmuck. In letzter Zeit gibt es auch immer öfter ein Hörbuch. Egal ob Roman, Krimi, Thriller oder Sachbuch: wenn es gut geschrieben ist, finde ich es gut.

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