Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2009

Juhuu, der Wahl-o-mat ist wieder da. Eigentlich eine ganz tolle Geschichte, da sie dem Wähler bei seiner Wahl behilflich sein soll. Das Problem ist nur, dass von den eingereichten 38 Thesen nur 24 der 27 Parteien Angaben machten. Dazu noch in Interpretation des eigenen Wahlprogramms. Den Wahl-O-Mat findet man hier, aber wie ihr sehen könnt, solltet ihr Euch Eure Antworten gut überlegen. Wenn ihr das nicht tut, dann kommt wie auf folgendem Bild einfach kein Ergebnis heraus:

Wahl-o-mat  gibt keine Antwort
Wahl-o-mat gibt keine Antwort

Tja, kein individuelles und zuverlässiges Muster erstellen. Was soll man denn nun von dieser Anwort halten? Ich fühle mich politisch plötzlich so unvertreten. Gibt es denn wirlkich keine Partei da draußen, die für Frieden ist, das Internet in Ruhe lässt, versucht möglichst ökologisch und ökonomisch zu handeln und unter Umständen auch noch den Rechtstaat, die Solidarität und die demokratischen Grundprinzipien aktzeptiert?

Verflucht, ich dachte immer, das sollte eigentlich bei jeder Partei selbstverständlich sein und nicht noch extra auf die Fahnen geschrieben werden müssen. Wer übrigens denkt, das wäre ein einmaliger Scherz, der darf gerne hier an der alten Version zur Europawahl 2009 herumspielen.

Für einen Wahl-O-Maten jedenfalls ist es bitter zu sagen: „Nein dein Wählerwille passt hier nicht rein, dir geben wir keine Wahlempfehlung.“ Normalerweise sollte es doch gute demokratische Tradition sein, dass erst nach der Wahl auf den Wähler und seine Meinung geschissen wird.

Von mir an die Programmierer, die Politologen und die Soziologen, die sicherlich sehr fleißig am Wahl-O-Maten gewerkelt haben: GRATULATION! 38 Thesen, 24 Parteien, 3 Antwortmöglichkeiten und dann keine Antwort zu geben. Junge, Junge, da hat sich die Bundeszentrale für politische Bildung aber mal wieder richtig in Unkosten gestürzt und die hellsten Sterne am Himmel für diesen Job an Land gezogen.

Von meiner Warte aus würde ich mich maximal zu einer Aussage hinreißen lassen: da hatte doch sicher der Gestalter der Wahlbenachrichtigungen seine Hände im Spiel… 😉

Happy Wahlgang 2009

und hört immer auf den

Wahl-O-MAT

Veröffentlicht von

Marc

Hi, ich bin der Marc und schreibe ab und zu fürs Literaturasyl. Ich lese gerne, mag die klassische Literatur und halte Bücher für den schönsten Wandschmuck. In letzter Zeit gibt es auch immer öfter ein Hörbuch. Egal ob Roman, Krimi, Thriller oder Sachbuch: wenn es gut geschrieben ist, finde ich es gut.

Ein Gedanke zu „Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2009“

  1. „Dazu noch in Interpretation des eigenen Wahlprogramms.“ schreibst Du. Wie sollte es denn sonst sein – die Parteien werden doch am besten wissen, was sie mit ihren Programmen meinen. (Daß die Fragen reichlich offen formuliert sind, steht auf einem anderen Blatt; Tills Position hast Du ja gelesen. Ein wenig über den Prozeß der Fragenauswahl schreibt

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