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"Im
Keller" Jan
Philip Reemtsma - Eine Buchkritik von Bombenterror.de
Autor:
Prof. Dr. Jan Philip Reemtsma
Buchtitel:
Im Keller
Handlung:
Das Buch dokumentiert die Reemtsma-Entführung
von 1996 aus der Sichtweise des Entführten.
33 Tage in einem Keller eingesperrt und angekettet,
schildert der Entführte aus seiner Erinnerung
heraus seine damalige Gefühlswelt und wie sich
die Entführung auch heute noch auf sein Leben
auswirkt.
Buchkritik:
Reemtsma versteht es den Leser in eine Welt zu führen,
die den allermeisten ihr Leben lang verschlossen
bleiben wird. Er beschreibt die Isolation von der
Außenwelt, die Todesangst, die Anspannung
und die Gefühlswelt dieser 33 Tage. Exellent
ist beschrieben, wie die Zeit nicht vergehen will,
wie der Kontakt zu den Tätern war und welche
Szenarien vom Entführten angenommen wurden.
Interessanter Weise schildert Reemtsma seine Erlebnisse
in diesem Keller aus der sicht der dritten Person,
was ihn glaubwürdiger macht, wenn er aus seiner
heutigen Sicht einzelne Geschehnisse versucht mit
Abstand neutral zu kommentieren und analysieren.
Das Buch kommt ohne einen gewissen Intellekt leider
nicht aus und so führen oftmals Gedankengänge
in die pure Philosophie, wie zum Beispiel kurze
Diskussionen über Augustinus und Freud.
Zusammengefasst kann man sagen, daß es ein
sehr lesenswertes Buch ist, daß einem Einblicke
in die Psyche eines Entführten gewährt,
mit einer gewissen Reflexion aus der Gegenwart.
Vielleicht an manchen Stellen nicht dramatisch genug
um den Mainstream zu interessieren, aber sicherlich
intensiv genug um die Gedanken- und Gefühlswelt
des Entführten ansatzweise zu verstehen.
Benutzte Ausgabe:
2. Auflage; 1997; Hamburger Edition HIS Verlagsges.mbH
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