Um es gleich klar zu machen, eine Wasserstoffbombe
ist nicht nur irgendein Sprengsatz für zwischendurch.
Es handelt sich schlichtweg um das aktuelle Non-Plus-Ultra
der Waffentechnik. Nichts, aber auch rein gar nicht
geht derzeit über eine Wasserstoffbombe hinaus.
Aufbau und Bauanleitung:
Eine Wasserstoffbombe ist eigentlich recht einfach
aufgebaut und sollte nicht sehr schwer herzustellen
sein. Als Zutaten brauchen sie 2x 50 kg waffenfähiges
Plutonium, ein enorm widerstandfähiges Metall,
eine größere Menge TNT und einen ganzen
Haufen Lithiumdeuterid samt der Spezialbeschichtung,
die später eine Plasmareaktion hervorufen soll.
In der Darstellung erkennt man schön,
wie aus dem Metall ein Gehäuse gebaut wird.
Aus den ersten 50 kg Plutonium formen wir uns eine
Kugel und betten diese großzügig in TNT
ein, so dass sie damit vollständig ummantelt
ist. Der Rest des TNT formen wir zu einem Stab und
fügen diesen in die Mitte des Lithiumdeuterid.
Das Lithiumdeuterid erhält eine spezielle Beschichtung,
welche für die spätere Reaktion äußerst
wichtig ist.
Zusammen bilden Beschichtung, Lithiumdeuterid und
der Plutoniumstab die sogenannte Zündkerze
der Wasserstoffbombe.
Bleibt nur übrig das TNT mit
einem Fernzünder zu versehen und das Ganze
gut zu verschließen.
Die Zündung / Reaktion:
Zunächst wird der Initialsprengstoff,
hier das TNT zur Detonation gebracht. Alles Folgende
geschieht nun äußerst rasch, aber in
dem hier beschriebenen Ablauf. Die durch das TNT
freigesetzte Energie bringt die Plutoniumkugel zur
Reaktion.
Waffenfähiges Plutonium hat nun eine ganz tolle
Eigenschaft, es sendet hochenergetische Strahlung
aus. Das sind einerseits Röntgenstrahlen und
andererseits Gammastrahlen, aber wir wollen nicht
wählerisch sein und benutzen beide. Diese Strahlen
fliegen von der Plutoniumkugel weg, können
sie aber nicht, denn da treffen sie auf die Metallhülle.
Die Metallhülle sagt der Strahlung: "Eh
Alter, du kommsch hier nicht raus!" Enttäuscht
prallt sie zurück und klatscht mächtig
wütend auf die Spezialbeschichtung der Zündkerze.
Die zwei zusammen bilden jetzt eine wohltuende Plasmaschicht
um das Lithiumdeuterid. Wohltuend mag vielleicht
die falsche Bezeichnung sein, da es einen enormen
Druck aufbaut und das Lithiumdeuterid dadurch verdichtet
wird.
Bis jetzt knallt ja noch nichts wirklich, also wieder
zurück zu unserer Plutoniumkugel. Die ist inzwischen
gar nicht faul und fängt an superangefressene
Neutronen auszuspucken. Die Neutronen rasen nun
mit einer affenartigen Geschwindigkeit in den gegenüberliegenden
Plutoniumstab und such dort mal richtig Streit.
Den finden die dort auch und sie hauen sich mit
anderen Atomen so auf die Fresse, daß es zur
Kernspaltung kommt. Na, hat es jemand bemerkt? Richtig,
das ist eine Atombombe die gerade in die Luft fliegt.
Jetzt nur nicht verwirrt sein, die explodierende
Atombombe brauchen wir als Zünder für
die Wasserstoffbombe, denn Kerne spalten ist energetisch
ein Kinderspiel im Gegensatz zur Kernfusion und
nichts anderes macht eine Wasserstoffbombe.
Zurück zum Lithiumdeuterid, das
wird schon eine ganze Zeit lang vom Plasma nach
innen gedrückt. Da macht jetzt die Kernspaltung
aber schon ein richtiges Hitzefass auf, so an die
100 Millionen Grad schätzungsweise. Das ist
genau der Zeitpunkt an dem die Fusion der Wasserstoffisotope
zu Helium einsetzt.
Die hierbei freiwerdenen Kräfte
sind ungeheuerlich und man kann nur eins sagen,
den Rumms wird man so schnell nicht vergessen.
Wer Heim & Herd gegen Einbrecher
oder anderes Gesindel schützen will, kommt
also kaum noch an dieser Inovation aus dem Bereich
der Waffentechnik vorbei.
Hier ein kleiner beeindruckender Film
zur Wasserstoffbombe: