Stinkbomben
- Geschichte, Herstellung und Eigenschaften
Wie baut man
eine Stinkbombe, was sind Stinkbomben eigentlich
und welche Eigenschaften haben sie. Dies und weiteres
wird nun folgend geklärt werden.
Grundsätzlich sind mit dem
Begriff Stinkbomben Scherzartikel genannt, die
im Einsatz einen äußerst unangenehmen
Geruch verbreiten. Gewerbliche Produkte bestehen
dabei meist aus Glasampullen oder Knickeinheiten,
die durch chemische Reaktionen oder Bruch ihr
Aroma verströmen. Bei Glasampullen geht zusätlich
noch eine Gefahr durch das zerbrochene Glas aus.
Die ausströmende Gase sind meist Schwefelwasserstoffverbindungen
oder Amonide, bei beiden ist äußerste
Vorsicht geraten, da sie gesundheitsschädlich
wirken können.
Die klassische Form Stinkbomben
herzustellen sind ein Karton Eier 4 Wochen in
der prallen Sonne stehen zu lassen.
Von Anleitungen mit Tischtennisbällen
und ähnlichem wollen wir an dieser Stelle
abraten, da es nicht umsonst stinkt und das pure
Gift ist. Die Gesundheitsgefährundung ist
einfach zu groß, also Finger weg davon.
Etwas hinterhältiger geht es
zu, wenn man seinem Lehrer einen Hering unters
Pult nagelt und dann einfach die Zeit für
sich arbeiten lässt. Hierbei handelt es sich
übrigens nicht um eine Stinkbombe im klassischem
Sinn.
In Deutschland sind Stinkbomben
auf Basis bestimmter Stoffe (mindestens Ammoniumsulfid,
Ammoniumhydrogensulfid und Ammoniumpolysulfiden)
laut § 3 der BedarfsgegenständeVO verboten.
In Österreich ist laut § 18 des Pyrotechnikgesetzes
von 1974 die „Einfuhr, Überlassung, Besitz und
Verwendung von Knallkorken und Stinkbomben“ verboten.
Fragt nicht was das alles bedeuten soll, versteht
doch niemand, aber hört sich schon so an,
dass man zuerst seinen Anwalt fragen sollte, bevor
man eine Stinkbombe zündet.
Sehr interessant ist, dass die USA
militärische Forschung auf dem Gebiet der
Stinkbomben als Kampfmittel betreiben. Sie suchen
sozusagen den ultimativen Gestank, der alle Gegner
schon vor der Schlacht in die Flucht schlägt.
Große Probleme hat die Forschung dabei mit
der Allgemeingültigkeit der Stinkbomben,
da jeder Mensch anders auf Gerüche reagiert.
Sie müssen ja auf jedermann zu jederzeit
die gleiche Wirkung erzielen und natürlich
sollten sie auch noch konform mit den Genfer Konventionen
einhergehen. Es ist fraglich ob eine militärische
Stinkbombe in den nächsten Jahren einsatzbereit
sein kann und wenn würde sie wahrscheinlich
eher zu Auflösung von Tumulten und Aufständen
benutzt werden.
Die berühmteste Stinkbombenmischung
dürfte mit Abstand "Who, me?" sein.
Eine im zweiten Weltkrieg entwickelte Gestankssubstanz
zum Einsatz gegen die deutschen Offiziere um ihre
Autorität zu untergraben. Angeblich soll
es aber Probleme bei der Anwendung gegeben haben.