30
Jun
Sie würden wünschen, wir wären politikverdrossen: Hannelore Kraft
Hannelore Kraft ist die Chefin der SPD in NRW und ist zur Zeit recht angesagt im Internet. Nun gut, wahrscheinlich nicht in einer Form, wie sie es sich gewünscht hätte, aber immerhin. Die Situation entstand, weil ein Blogger in seinem Blog einen Artikel schrieb, wie sich auf wundersame Weise der Lebenslauf von Frau Kraft auf ihrer Homepage von 2006 zu heute etwas veränderte. Um genauer zu sein, es stand für ihre berufliche Tätigkeit in ihrer Laufbahn nur noch die Tätigkeit da, aber nicht mehr die dazugehörige Firma. Na ja, gut, die Firma war in einen großen Skandal verwickelt, aber daaaasssss tut gar nichts zur Sache. Klare Sache, eine Unterlassungserklärung wurde an den Blogger geschickt…
Der böse, böse Blogger bekam doch tatsächlich Unterstützung und guten Zuspruch von gaaaanz vielen anderen bösen Bloggern und so unterschrieb er nicht. Die Frist für die Unterlassungserklärung ist abgelaufen und man darf gespannt sein wie es weitergeht.
Übrigens äußerte sich Frau Kraft auch bei Spiegel.de in einem Interview:
Tja, das verstehen wir natürlich alle, gerade hier im Internet. Jeder hier schlägt sich mit ganz hässlichen Platzproblem herum. Ik vrsuch au zu kürzn wo ik nur kan… Mir könnte ja sonst der Platz ausgehen. Besonders schön, dass man dann immerhin noch für echt wichtige Informationen Platz findet und nicht für so eine unwichtige Info, wie die vieljährige Arbeit bei diesem Unternehmen:
Gott sei dank, haben sie sich zu diesem extremen Vorwurf geäußert und jegliche Bedenken ausräumen können. Der Wähler kann ihnen nun wieder vertrauen, die SPD wird obsiegen und schon bricht eine neue Ära der roten Herrschaft an. Wie könnte auch nur ein einzelner in den plötzlich sehr verengten Räumen des Internets wandeln und auch nur ansatzweise Zweifel hegen.
Ich persönlich kann nur jeden Morgen aufstehen und vor Glück weinen, dass es der SPD offensichtlich wieder so gut geht, dass sie kraftvoll genug ist, sich wieder mit solchen Themen auseinander zu setzen. Man kann sich nur bedanken, dass es in keinster Weise zu einem Debakel wie in Hessen für die SPD in NRW führen könnte.
Aus den tiefen des Netzes hört man, also niemals nicht ich, sondern von ganz anderen Leuten, deren Meinung ich auf dem Flohmarkt gekauft habe und der Verkäufer auch anonym abgetaucht ist. Jedenfalls hört man, dass die Netzgemeinde mit aller Kraft aufatmet, denn zunächst wurden Gerüchte laut, dass auf die Seite David Schraven schon fast ein Stopschild geklebt wurde. Also so von offizieller Stelle und so und durch das neue Internetzensurgesetz der SPD/Regierung Gesetz gegen Kinderpornographie. Irgendwo im Netz soll behauptet worden sein, dass es eigentlich ein peinliche Kindergartenveranstaltung sei, was dann letztendlich zu einem schwerwiegenden und völlig unbeabsichtigten Fehler im BKA führte und dieser politische Blog auf die Sperre kam. Gott sei Dank nur ein Gerücht und seien wir doch mal ehrlich, da sieht man sehr gut daran, zu was Zensur im Internet alles führen könnte.
Man kann nur dankbar sein, dass es nicht soweit kommen kann, das Internet verbraucht ja so viel Platz für sein Gedächtnis
Ach ja, und weil nur noch so wenig Platz ist, hier noch mein eigener Lebenslauf. Ist natürlich auch vollständig und steht eigentlich alles wichtige drin. Wer behauptet, der sei gefälscht oder beschönigt, dem hetze ich gleich meine ….. auf den Hals!
Lebenslauf Admin Literaturasyl.de
1977 geboren wurde ich im wunderschönen Schwarzwald
1977 – ? lebend
Na, alles klar? Da habe ich ja zum Glück noch alles wichtige reinpressen können. Gott bin ich froh, dass ich Metal höre, da kann ich den ganzen Tag den Kopf schütteln und keinen juckt es
Nachtrag I:
Willy-Brandt-Haus mischt mit?
Wie man auf Stern.de lesen kann, hat David Schraven einen fleißigen Kommentator zum Thema Hannelore Kraft namens “Helmut van Houdt”. Dieser hat laut Schraven ohne IP-Verschlüsselung einige Kommentare gepostet (teilweise nicht veröffentlicht) und die IP-Verschlüsselung lasse sich angeblich bis ins Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 141 in Berlin zurückverfolgen. Wer nicht weiß, was das Willy-Brandt-Haus ist, dem kann mit dem dazugehörigen Wikipediaartikel weitergeholfen werden. Kurz gesagt, es handelt sich um das SPD Hauptquartier und die Kommentare von dem angeblichen “Helmut von Houdt” sind für meinen Geschmack doch etwas eigenartig.
Na ja, Frau Kraft ist laut ihrer Homepage ja für Transparenz und so soll sich dann jeder auch sein eigenes Bild der Lage machen.
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Sonntag, 5 Juli, 2009 um 22:38
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